Kulinarische Souvenirs aus allen Ecken der Welt

Genuss

Reisen und Essen gehören für mich einfach zusammen. Ein Land, eine Region muss man nicht nur sehen, sondern auch riechen und schmecken und in allen Facetten wahrnehmen. Neue kulinarische Erfahrungen oder Genüsse gilt es zu konservieren. Und wenn ich mir heute überhaupt noch irgendetwas von meinen Reisen mitbringe, dann sind das kulinarische Souvenirs aus aller Welt.

Es ist für mich selbstverständlich, lokales Essen zu probieren und dort zu essen, wo es auch die Einheimischen tun. Das bedeutet auch, dass man Unbekanntes, besondere Restaurants und Streetfood probiert und vielleicht sogar seine eigenen Grenzen überschreitet. Ich muss vorwegschicken, dass ich glücklicherweise nicht anfällig bin für irgendwelche Magen-Darm-Erkrankungen und bisher von Montezumas Rache weitgehend verschont geblieben bin, ohne übertriebene Vorsichtsmaßnahmen walten zu lassen.

Übrigens liebe ich auch sogenannte Foodtouren, auf denen man die kulinarischen Besonderheiten einer Stadt erkunden kann.

Mittlerweile kann man in vielen Städten sehr gut international essen. Und da Ausnahmen die Regel sind, ertappe ich mich manchmal dabei, dass ich sozusagen «fremdesse». Damit meine ich zum Beispiel spanische Tapas in Manchester, indisches Curry in Luxemburg oder Glücksrollen in Gent. Zuletzt habe ich das in Nicaragua gemacht, wo ich mir gerösteten Blumenkohl mit Tahina und vegetarisches Shakshuka gegönnt habe.

Mit dem folgenden Beitrag nehme ich an der Blogparade «Kulinarische Souvenirs und Lieblingsgerichte aus aller Welt» von Genussbummlerin Ina teil und erzähle euch, mit welchen Souvenirs ich gute Erfahrungen gemacht habe, welche unsinnigen Mitbringsel ich schon um die halbe Welt transportiert habe und welche Gerichte mich auch zu Hause noch begeistern.

Kulinarische Souvenirs, die sich bewährt haben
Wein und Öle

Ich liebe Wein und wenn möglich und sinnvoll, bringe ich mir einen besonderen Tropfen von den Reisen mit. Das Gleiche gilt für verschiedene Öle. Leider sind Flüssigkeiten nicht immer ganz einfach zu transportieren. Aber in mein Gepäck geschafft haben es schon traditionell ausgebauter Wein aus Georgien, Portwein aus Porto und Weine aus diversen europäischen Ländern, die mir vor Ort einfach geschmeckt haben. In meinem Küchenregal standen schon Arganöl aus Marokko, Olivenöl aus Griechenland, Italien und Portugal oder Sesam- und Erdnussöl aus Thailand oder Vietnam.

Käse und Brot

Meine zweite kulinarische Leidenschaft ist Käse. Wie beim Wein sind nicht immer alle Sorten in der Schweiz erhältlich. Jedes Mal, wenn es nach Finnland geht, bringe ich mir zum Beispiel Leipäjuusto mit. Haloumi bekomme ich zwar mittlerweile in jedem Supermarkt, die Qualität lässt jedoch etwas zu wünschen übrig. Sollte also jemand in nächster Zeit nach Zypern kommen, freue ich mich über hochwertige Produkte vom Markt. Woran ich mich im Land meist schon sattesse und auch immer mitbringe, ist Schnurkäse, wie es ihn aus verschiedenen Milchsorten, natur oder geräuchert in osteuropäischen Ländern gibt. In Krakau habe ich diese Art von Käse direkt von heimischen Produzenten am Weihnachtsmarkt gekauft. Ich bin schon gespannt, welche Käsesorten ich aus der Provence mitbringen werde.

Das ist gleich das nächste Stichwort: Baguette schmeckt nirgends so gut wie in Frankreich selbst – leider aber auch nur frisch. Als kulinarisches Souvenir eignet es sich nicht. Genauso liebe ich saftiges Roggenbrot, das ich unter anderem aus Sylt aus Sylt mitgenommen habe. Ich erinnere mich auch noch daran, dass ich nach meinem Segeltörn in Sardinien wochenlang Pane Carasau, das hauchdünne, knusprige Fladenbrot aus Hartweizengrieß, geknabbert habe.

Gewürze

Mehr oder weniger exotische Gewürze sind ein perfektes Mitbringsel für Freunde und natürlich auch für das eigenen Gewürzregal. Vom Gewürzmarkt in Delhi, aus dem Oman oder aus Dubai habe ich mir große Mengen an Pfeffer mitgebracht. Diverse Currymischungen aus Asien haben sich ebenfalls immer bewährt. Am Dezerter Bazaar in Tiflis habe ich mich mit verschiedenen Gewürzsalzen und Adjika eingedeckt. Und eine der wenigen Gewürzmischungen, die ich immer wieder kaufe, sind Kräuter für Choriatiki, um damit über den Winter zu kommen.

Sardinen, Oliven, Senf und Pesto

Aus dem Mittelmeerraum bringe ich gerne frische Oliven mit. Die gibt es zwar auch bei uns zu kaufen, aber oftmals entdeckt man eine Sorte, die zum Glas Wein am Abend besonders gut geschmeckt hat. Ein ganz tolles Geschenk sind Fischkonserven, die in den letzten Jahren bunt uns stylish geworden sind. Man bekommt sie unter anderem in der Conservaira in Lissabon oder in den Filialen von Belle-Iloise, z.B. in Annecy. Daneben eignen sich natürlich noch besondere Varianten von Senf oder hausgemachte Pestos in schönen Gläsern.

Kochutensilien

Vor fünfzehn Jahren habe ich wochenlang einen schweren Marmormörser durch Vietnam geschleppt. Ich hätte mich dafür ohrfeigen können und habe meine Lehren daraus gezogen. Aber immerhin steht das Teil auch heute noch in meiner Küche und kommt teilweise sogar zum Einsatz. Mit derartigen Utensilien, die sowohl praktisch als auch dekorativ sind, habe ich gute Erfahrungen gemacht. Sie bringen die Welt und schöne Erinnerungen in Wohnzimmer und Küche.

Griechischer Wein wird bei mir in den traditionellen Alukaraffe serviert, für Papayasalat verwende ich meinen speziellen Sparschäler aus Thailand. Meine Essstäbchen und mein Bambussteamer sind ebenfalls Mitbringsel von Reisen.

Seltener im Einsatz habe ich das flexible Körbchen zum Portionieren von Reis, eine wunderschöne Lackarbeit, die ich in Myanmar gekauft habe. Eher dekorativen Charakter haben ebenso diverse Teller und Schüsseln aus Marokko, Tunesien und der Türkei.

Kulinarische Souvenirs, die «Fails»

Die Erfahrung, dass gewisse Speisen nur vor Ort schmecken, haben wohl viele schon gemacht. Da sitzt man dann zu Hause und fragt sich, was man daran mal gefunden hat. Und manchmal übertreibt man es etwas mit den Mengen.

Von meiner ersten Tunesien-Reise habe ich gefühlt fünf Kilo frische Datteln mitgebracht, die dann irgendwann vor sich hin vertrockneten. Ich weiß auch nicht, welcher Teufel mich geritten hat, als ich vor Jahren Unmengen von Hollandgauda aus Amsterdam heimgeschleppt habe. Ich will den Holländern nicht zu nahe treten, aber Gauda bleibt selbst in den buntesten Farben und mit den abartigsten Zusätzen einfach nur ein geschmackloser Industriekäse. Und weil ich ihn als Teenager damals als gut befand, verklebten daheim irgendwann riesige Tüten von türkischem Apfeltee.

Eigentlich weiß ich auch, dass ich keine Teetrinkerin bin. Da mir aber in Japan selbst der Matcha-Tee tatsächlich geschmeckt hat, musste er als Souvenir mit. Ein einziges Mal habe ich danach eine kleine Teezeremonie gemacht. Meinem Kaffeekännchen aus Vietnam ist es noch schlechter ergangen. Das Set steht immer noch originalverpackt im Schrank.

Trotz Whisky-Tasting in Edinburgh und verschiedenen mitgebrachten (anfängertauglichen) Sorten, wurde ich nicht zur Whisky-Trinkerin. Hochprozentiges ist generell nicht so meins und die Flaschen stehen dann jahrelang im Schrank. Aber zum Glück hat man ja von Zeit zu Zeit Gäste, die sich darüber freuen. Genau dieses Schicksal ereilten auch den Ginjinha, der zu Silvester in Lissabon wunderbar geschmeckt hatte, und den Wodka aus Kirgistan.

Früher habe ich immer auch Kochbücher gekauft. Seit ich völlig digital unterwegs bin und man eigentlich alles im Internet findet, habe ich damit allerdings aufgehört.

Kulinarische Souvenirs in Form von Gerichten, die uns im Alltag begleiten

Ich bin gerade einmal ein paar Wochen zurück aus Zentralamerika. Seither habe ich mir tatsächlich schon einige Male ein typisches Frühstück mit Gallo Pinto, Kochbananen, Eiern, Avocado und Käse gekocht. Nach meiner Japanreise im Jahr 2017 habe ich wochenlang Udon- oder Sobanudeln sowie Ramen gegessen. Zurück aus Peru musst ich unbedingt selbst Ceviche zubereiten. Auch am georgischen Khachapuri habe ich mich versucht. Das Rezept für einen Nudelauflauf mit Curry meiner Gastmutter auf Malta habe ich früher ebenfalls oft nachgekocht.

Wirklich dauerhaft Einzug gehalten in meine Küche haben aber nur einige wenige Gerichte. Dazu gehören griechischer Salat (nicht der, den man bei uns bekommt), Hummus, Thai-Curry, Pad Thai, Piementos de Padron, Okonomiyaki und Blumenkohl Eyal-Shanis-Style. Vielleicht liegt das an der Einfachheit der Gerichte. Außerdem könnte ich das alles täglich verdrücken.

Was bringt ihr an kulinarische Souvenirs von Reisen mit? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

Senf, Salz und Gewürze im Laden

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