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Oman – 8 Tipps für eine Reise in 1001 Nacht: Wadis, Wüsten und Berge

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Im Gegensatz zu Dubai bereise ich das Sultanat Oman nicht alleine. Meine vielfältigen Pläne hinsichtlich Zielen und Aktivitäten (Wandern, Schwimmtrekking, Canyoning, Wüste, Oasen, Dhau-Cruise, Städte und Souqs …) in Oman sind in der Kürze der Zeit, mir stehen noch zehn Tage zur Verfügung, ansonsten kaum umsetzbar.

Als Einzelreisende müsste ich dafür zudem ziemlich tief in die Tasche greifen. Deshalb bevorzuge ich eine Multiaktivreise in der kleinen Gruppe. Sicherheitsbedenken habe ich allerdings keine. Und ich muss gestehen, dass es abgesehen von Südostasien, wenige Länder gibt, in denen ich mich als Frau, wenn ich alleine unterwegs war, so sicher gefühlt habe.

Du planst eine Reise in den Oman und willst wissen, was du dort alles unternehmen solltest? Im Beitrag gebe ich acht Tipps, was man alles erleben kann und berichte von meinen Highlights.

Acht Dinge, die man in Oman gesehen, probiert oder gemacht haben soll

1. Muscat (Maskat) und Matrah

Nach der künstlichen Welt in Dubai empfinde ich Oman als wahre Wohltat.

In Muscat selbst gibt es keine überdimensionierten, gläsernen Wolkenkratzer, es geht traditioneller und bescheidener zu als in Dubai. Muscat ist authentisch, echt und unverfälscht. Dennoch wirkt die Stadt überraschend modern.

Am ersten Tag stehen gleich der Besuch der Großen Sultan Qabus Moschee, des Regierungsviertels und des Souqs von Matrah auf dem Programm. Die Sultan Qabus Moschee ist die größte Mosche in Oman und gleichzeitig eine der größten Moscheen der Welt. Sie beherbergt den aktuell größten Kristallluster. Da sie eine der wenigen Moscheen ist, die auch von Nicht-Muslimen besucht werden dürfen (von 8:00 bis 11:00 Uhr zwischen Samstag und Donnerstag), sollte man sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Alt-Muscat mit dem Qasr Al Alam Palast ist überschaubar und vor allem sehr sauber und gepflegt. In Mutrah sind viele Kreuzfahrtstouristen unterwegs, was sich dadurch bemerkbar macht, dass man beim Schlendern im Souq schon auch mal angesprochen wird und einem Produkte angepriesen werden. Das ist aber nie übertrieben aufdringlich oder unangenehm. Das Straßenbild in Oman ist von Männern dominiert, sie tragen die traditionelle Dishdasha und entweder ein Tuch oder die Kumma, eine runde Kappe.

2. Wadis: Schwimmtrekking und Canyoning

Südlich von Muscat erstreckt sich eine wilde und zerklüftete Landschaft mit hohen Bergen und Schluchten. Hier offenbart das Land seine wahre Schönheit. Die Straßen in Oman sind übrigens bestens ausgebaut, sodass man das Land problemlos auch als Selbstfahrer mit Mietwagen durchqueren könnte. Etwas vom Besten was Oman zu bieten hat, sind die Wadis.

Die sind so atemberaubend schön, dass du aus dem Staunen kaum herauskommen wirst. Ich empfehle dir, nicht nur die bekannten und touristisch gut erschlossenen Wadis zu besuchen. Diese sind zum Teil überlaufen, besonders im Wadi Shab ist der Besucherandrang groß. Der Wadi al-Hail oder den Wadi bani Khalid sind nicht minder schön. In den Wadis kann man sich grundsätzlich nicht verlaufen – der Weg führt hinein und wieder zurück. Je nach Wassermenge sind jedoch nicht immer alle Wege begehbar sind. Aber eigentlich ist man in den Wadis auch am besten kletternd, schwimmend, rutschend und springend unterwegs.

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Mit Ausnahme des Wadi Shab sind wir dann überall auch die einzige Gruppe und können uns bedenkenlos in Bikini und Badeanzug dort bewegen. Selbst wenn im Wadi Shab mehr los ist, lohnt sich ein Besuch. Besonders schön finde ich den unteren, palmenbewachsenen und sehr grünen Teil. Und dann ist da natürlich noch der letzte Pool in der Höhle, den man nur schwimmend erreicht. Der Eingang ist gerade so breit und hoch, dass der Kopf noch durch passt. Für Leute mit Platzangst ist das also nichts. Und die, die dann noch ein bisschen spielen wollen, können mit Hilfe eines Seils nach oben klettern und den Sprung in das enge Becken wagen.

3. Ab in die Berge

In anderen Tälern (Wadi Tiwi und Wadi Sathan) kann man wunderbare Gebirgswanderungen unternehmen. Die Wanderwege in Oman sind allerdings so gut wie gar nicht gekennzeichnet und selbst unser Guide hat immer wieder Schwierigkeiten, die richtige Route zu finden. Deshalb würde ich wirklich nur erfahrenen Bergwanderer empfehlen, Gebirgstouren alleine zu unternehmen. Für die Anstrengung wird man mit fantastischen Aussichten belohnt. Die Nacht im Zelt hoch oben in einem kleinen Gebirgsdorf, wo die Männer für uns kochen, bleibt unvergesslich. Von der Hochebene haben wir einen fantastischen Blick in die Schlucht.

Für Wanderungen und andere Aktivitäten habe ich mit Oman Trekking Guides beste Erfahrungen gemacht. Antoine sowie die anderen Guides und Fahrer machen einen großartigen Job. Die Agentur ist mittlerweile geschlossen. Allerdings kann man nach wie vor Kontakt zu den Guides aufnehmen und mit ihnen zusammen Touren planen.

4. Strände, Küsten und auf den Spuren der Seefahrer im Oman

Oftmals hat man vom Gebirge aus das Arabische Meer direkt vor Augen. Der Oman ist sicher keine klassische Badedestination, dennoch hat das Land einige sehr schöne Küstenabschnitte und Strände zu bieten. In der Nähe von Sur in Ras al Hadd kann man zwischen Juni und August die Grünen Meeresschildkröten bei der Eiablage beobachten.

In der Seefahrerstadt Sur selbst lohnt es sich der Besuch der Dhau-Werft. Sie ist die letzte Werft dieser Art in Oman. Auf einem Rundgang bekommst du einen Eindruck, wie der Schiffsbau hier funktioniert. Die Aussicht auf die Stadt Sur mit ihrer halbmondförmigen Bucht hat mich besonders beeindruckt.

5. Eine Nacht in der Wüste

Unsere Reise führt uns dann weiter in die Wüste, wo wir eine Nacht in einem Camp verbringen und bei Sonnenuntergang in den Dünen spazieren. Da ich die Wüste liebe, geniesse ich diese Zeit in vollen Zügen. Die Wüstencamps haben etwas Romantisches. Die Gemeinschaftszelte sind traditionell und sehr geschmackvoll eingerichtet. Vom offenen Badezimmer gleich neben meinem Wohnzelt aus kann ich nachts sogar den Vollmond sehen.

Wenn du auf deiner Rundreise ausreichend Zeit hast, solltest du unbedingt einen Abstecher in eine der Wüsten in Oman machen. Die Camps sind auch für Selbstfahrer erreichbar und vielleicht hast du ja Lust auf eine kleine Wüsten-Rallye.

6. Oasen in Oman

Ein weiteres Must-Do im Oman ist der Besuch einer Oase. Die Stadt Nizwa liegt wunderbar eingebettet in den Palmenhainen und Gärten. Wenn du auf die Mauer des Forts steigst, kannst du das alles gut überblicken. Die Oase Nizwa wirkt wie aus dem Lehr- oder Schulbuch.

Am eindrücklichsten jedoch finde ich den Souq. Am Freitag ist Viehmarkt – ein wahres Spektakel, das man nur schwer in Worte fassen kann. Wie üblich ist auch der Souq in Nizwa nach Warengruppen gegliedert und es lässt sich so richtig in die arabische Welt eintauchen. Gegen Mittag wird es etwas ruhiger und es bleibt Zeit z.B. Weihrauch, Gewürze und Rosenblüten oder Rosenwasser zu kaufen.

Die kleinen Dörfer in den Bergen sind um vieles ruhiger, aber nicht weniger sehenswert. Unser Aufenthalt inklusive Übernachtung im Misfah Old House in der Oase Misfat al Abriyeen gleicht einer Zeitreise. Es ist, als wäre die Zeit vor vielen, langen Jahren stehen geblieben. Das Gästehaus ist sehr einfach eingerichtet, mit Matratzen am Boden. Dennoch sind die Zimmer sehr stil- und geschmackvoll. Eigentlich müsste man mehrere Tage in dieser schönen Umgebung bleiben.

7. Omanische Küche

An unserem letzten Abend in Muscat gbit es noch ein traditionelles Abendessen, bei dem wir streng getrennt nach Männlein und Weiblein in den abgetrennten Räumen am Boden sitzen. Alkohol gibt es dabei selbstverständlich nicht. Wer will, kann hier Kamelfleisch probieren.

Die Küche in Oman ist übrigens sehr vielfältig, mit indischen, indonesischen, arabischen und ostafrikanischen Einflüssen. An der Küste gibt es Fisch, ansonsten vor allem Hühnchen und zu jeder Mahlzeit riesige Mengen an Reis. Und ich, ich könnte mich sowieso wochenlang von Hummus und frischem Gemüse ernähren. Antoine, unser Guide, bringt bei unseren Touren immer frisches Obst und Gemüse sowie andere Leckereien wie Hummus, Hühnchen, libanesisches Fladenbrot usw. zum Picknick mit.

8. Mit der Dhau entlang der Steilküste von Musandam (auch das ist Oman)

Obwohl am Morgen nach dem traditionellen Abendessen mit Omanair von Maskat nach Dubai fliegen, ist die Reise durch das Land Oman noch nicht zu Ende. Per Bus geht es nach Musandam, eine Exklave im Staatsgebiet der Vereinigten Arabischen Emirate. In Dibba besteigen wir eine Dhau und schippern so noch zwei Tage der fjordähnlichen Steilküste entlang.

Es bleibt Zeit zum Schnorcheln und Genießen, sodass man die Eindrücke der vergangenen Tage auf sich wirken lassen kann. Die Besatzung bespaßt uns mit Banana-Boot-Fahrten und hat selber noch mehr Spaß, wenn am Ende möglichst alle im Wasser landen. Das Highlight ist sicherlich die Nacht an Deck. Am Morgen erwartet uns ein stimmungsvoller Sonnenaufgang und Rückweg begleiten uns sogar noch Delfine.

Das Sultanat Oman hat mich fasziniert und beeindruckt und ich könnte mir gut vorstellen eines Tages wieder zurückzukehren, wer weiß … but life is short and world is wide.

Wadi Tiwi Oman
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4 Gedanken zu „Oman – 8 Tipps für eine Reise in 1001 Nacht: Wadis, Wüsten und Berge“

  1. Hallo Carola, schöne Bilder zeigst Du hier vom Oman! Vorsicht, Suchtgefahr, würde ich sagen 😉 Uns hat es bei einem Aufenthalt im März mit einer Reise durch das ganze Land so gut gefallen, dass wir im September gleich nochmals für 3.5 Tage hingrereist sind und die Zeit nochmals sehr genossen haben… Wiederholung nicht ausgeschlossen! Leider ist auf meinem Blog noch nicht allzu viel davon zu finden, aber die Notitzen sind gemacht und die Fotos sind bereit… Liebe Reisegrüsse, Miuh

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    • Von wegen, liebe Miuh, deine Bilder sind wunderschön. Da komme ich gleich wieder ins Schwärmen. Auch bei mir ist eine Oman-Wiederholung nicht ausgeschlossen. Gerne möchte ich den Süden noch erkunden. Warst du da schon?

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  2. Liebe Carola!
    Ich habe gerade deinen Reiseblog über Oman aufgesagt und werde am liebsten gleich durchs Handy springen. Da ich höchstwahrscheinlich alleine reisen werde, wäre ich sehr dankbar, wenn’s du mir den Kontakt der Reiseagentur schicken könntest.

    Liebe Grüße
    Tana

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    • Hallo Tana

      Ich war damals mit Hauser Exkursionen unterwegs. Die gebuchte Reise gibt es in der Form nicht mehr. Im Blogbeitrag habe ich auf die lokale Agentur mit der wir unterwegs waren verlinkt: Oman Trekking Guides. Leider ist es so, dass Antoine, der die Agentur viele Jahre geführt hat, mittlerweile wieder in Frankreich lebt und nur noch im Winter in den Oman kommt. Die Agentur Al Malaam Tours gibt es nicht mehr und alle Guides gehen anderen Tätigkeiten nach. Manche von ihnen sind noch für Trekkings buchbar, aber regelmäßige Gruppenreise führen sie nicht mehr durch. Allerdings denke ich, dass du für die Region andere Anbieter finden wirst. Der Tourismus in Oman ist ja kräftig am Wachsen. Ich wünsche dir jetzt schon eine tolle Zeit in diesem wunderschönen Land! Liebe Grüße Carola

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