Nachhaltigkeit und Reisen – meine 10 Grundsätze

Ratgeber

Zugegeben, Nachhaltigkeit und Reisen ist für jemanden wie mich, der gerne unterwegs ist und die weite Welt entdecken will, ein widersprüchliches Thema. 2017 war UN-Jahr des nachhaltigen Tourismus. Mit Nachhaltigkeit ist gemeint, dass Tourismus langfristig, also auch in Bezug auf künftige Generationen, ökologisch, ökonomisch und sozial verträglich sein soll. Auch wenn das letzte Jahr geprägt war von «Toursits go home»-Demonstrationen und die Bilanz am Ende sehr bescheiden ausfiel, habe ich es zum Anlass genommen, über meine Reisegewohnheiten nachzudenken.

In manchen Dingen fühle ich mich bestätigt, in anderen Bereichen muss ich mich selbst an der Nase nehmen und meine eigenen Routinen brechen. Hier habe ich zehn Prinzipien zu Ökologie, Ökonomie und sozialer Verträglichkeit zusammengefasst, die ich entweder bisher schon eingehalten habe oder künftig mehr berücksichtigen möchte.

Grundsatz 1: weniger Flüge und keine Kreuzfahrten

Das ist gleich der Grundsatz, der mir am schwersten fällt. Zum einen liebe und genieße ich das Fliegen sowie die Atmosphäre auf Flughäfen, zum anderen ermöglicht es mir in der kurzen mir zur Verfügung stehenden Freizeit auch weiter entfernte Ziele zu erreichen. Schon seit Jahren kompensiere ich die Höhe meines jährlichen CO2-Ausstoßes über atmosfair.de. Natürlich könnte man sagen, dass das nur zur Beruhigung des schlechten Gewissens ist und die Vermeidung oberste Priorität haben soll. Dennoch ist es besser, so Klimaschutzprojekte zu finanzieren, als gar nichts zu machen.

Flugreisen,  Aufenthaltsdauer und Nachhaltigkeit

Je weiter die Reise, desto länger sollte man am Zielort bleiben. Dafür gibt es eine Faustregel des WWF, die besagt, dass man unter 700 Kilometern kein Flugzeug nutzen soll, bei Flügen bis 2000 Kilometer soll der Aufenthalt am Zielort mindestens acht Tage dauern und ab 2000 Kilometer mindestens 15 Tage. Bei weiteren Reisen habe ich mich (bis auf eine Ausnahme, die Silvesterreise nach Hongkong) immer schon daran gehalten. Ich fliege nicht für eine Woche nach Asien oder Amerika, sondern bleibe dann etwa drei Wochen. Die acht Tage am Zielort sind für meinen bevorstehenden Aufenthalt in Griechenland bereist eingeplant. Bei meiner Geburtstagsreise nach Dubrovnik habe ich mich allerdings wieder zu einem Kurztrip hinreißen lassen.

Da ich weite Strecken nicht gerne mit dem Auto fahre, bleibt mir für die «Kurzdistanz» dann nur der Zug. Und hier ärgere ich mich darüber, dass der Flugverkehr keinen Beitrag an den Klimaschutz zahlen muss und sogar noch steuerbefreit ist. Das führt dazu, dass die Preise für eine Bahnreise oftmals um ein Vielfaches höher sind als ein Flug. Wenn ich beruflich unterwegs bin, funktionert diese Faustregel auch nicht, da mir niemand den langen Aufenthalt bezahlen würde. Künftig soll an meiner Arbeitsstelle die Richtline gelten, dass Reisen bis zu 600 Kilometern oder mit einer Dauer bis zu fünf Stunden nicht mit dem Flugzeug absolviert werden. Wobei ich mir kaum vorstellen kann, dass das bisher in der Praxis anders ausgesehen hat.

Spannungsfeld Kreuzfahrten und Nachhaltigkeit

Immerhin kann ich von mir behaupten, dass ich die Umwelt nicht mit Kreuzfahrten belaste. Die mit Schweröl betriebenen Pötte gelten als Dreckschleudern und die schnell für ein, zwei Stunden einfallenden Kreuzfahrtstouristen sind auch für die Einheimischen meist eine enorme Belastung und ein Ärgernis. Viele Reedereien und Schiffe kümmern sich mittlerweile um eine bessere Ökobilanz. Mir ist diese Art Urlaub zu machen einfach zuwider. Ich fühle mich in den Menschenmassen nicht wohl und ein halber Tag oder ein Tag vor Ort ist mir einfach zu wenig.

Grundsatz 2: Travel-Life-Balance

Im Februar 2017 ging der Weltrekord der 27-jährigen Amerikanerin Cassandre de Pecol durch die Medien: In 18 Monaten und 26 Tagen hatte sie alle 196 Länder der Erde «bereist». Die meiste Zeit hatte sie dabei wohl in Flugzeugen verbracht und war gerade einmal zwei bis fünf Tag in den einzelnen Ländern. Das hat wenig mit der von Dan Kieran ins Leben gerufenen Slow-Travel-Bewegung zu tun. Der Autor mit Flugangst plädiert für langsame Verkehrsmittel und ungeplantes, bewusstes Reisen ohne Todo-Listen. Nun halte ich wenig von solchen Trends, die nichts anderes sind als eine Tourismuskritik, die die Massen etikettiert (vgl. meinen Beitrag zu Prag) und sich selbst davon ausnimmt. Aber ich bin überzeugt, dass ein so oberflächliches Reisen wie oben beschrieben, an dem man, wenn überhaupt, nur ein wenig an der Oberfläche kratzt, nichts bringt. Den Spruch, dass man sein Leben so gestalten soll, dass man keine Auszeit oder keinen Urlaub davon braucht, finde ich ebenfalls ziemlich doof. Ich reise ja nicht primär um mich zu entspannen, sondern um etwas anderes kennenzulernen oder zu entdecken. Wenn ich mich erholen will oder muss, bleibe ich zuhause.

Weniger ist mehr und bringt nachhaltige Erinnerungen
Mein Grundsatz lautet «Reduzieren und Prioritäten setzen». Meine unerfüllten Sehnsüchte und meine Wunschliste sind etwas, das ich mir gerne bewahre. Das heißt aber nicht, dass ich alle Punkte auf dieser Liste auch abhaken muss. Alleine die Vorfreude darauf ist etwas Wunderbares. Allerdings muss ich mich selbst an der Nase nehmen, damit ich nicht in einen Reiserausch verfalle. Es gibt Länder oder Städte, wo ich quasi durchgerauscht bin. Und obwohl ich mir gesagt habe, dass ich ja nochmals wiederkommen könnte, ist dadurch ein gewisser Reiz verloren gegangen. Was die Reiseziele und die Zeit an den Destinationen selbst anbelangt, orientiere ich mich sowieso nicht am Mainstream oder an Reiseführern. Ich kann gut damit leben, wenn ich eine Sehenswürdigkeit nicht gesehen oder ein vermeintliches Must-Do nicht erlebt habe.
Grundsatz 3: Nachhaltigkeit durch Müllvermeidung

Was zuhause selbstverständlich ist, sollte es auch auf Reisen sein. Hier nutze ich z.B. Mehrwegtrinkflaschen und fülle sie mit Leitungswasser wieder auf. Das mache ich normalerweise auch, bevor ich ins Flugzeug steige – zumindest in Regionen, wo das möglich ist. An manchen Orten lässt sich Wasser in Plastikflaschen leider nicht vermeiden. Ich versuche dann zumindest große Behälter zu kaufen und abzufüllen. Für Einkäufe habe ich eine Tragtasche dabei, damit ich nicht unnötig Plastiktaschen sammeln muss. Einen Teil meiner Kosmetika fülle ich für Reisen in Silikon-Flaschen oder andere Behälter um. Von Orten, wo die Entsorgung besonders schwierig ist, habe ich meinen Müll auch schon wieder mit nach Hause genommen.

Wenn schon digital, dann voll und ganz. Selbstverständlich belasten Smartphone und Tablet die Umwelt. Aber da ich diese Geräte nun einmal besitze und nutze, drucke ich nichts aus und am Zielort selbst fotografiere ich Informationen lieber ab, als dass ich Flyer und Stadtpläne sammle, die dann sowieso wieder im Papierkorb landen.

Grundsatz 4: Nachhaltigkeit durch Wassersparen

Gerade, wenn man in trockenen Regionen mit Wassermangel oder -knappheit unterwegs ist, sollte man den Einheimischen nicht das Wasser wegnehmen. Dann heißt es eben, sich beim Duschen etwas einzuschränken. Während eines Segeltörns auf den Seychellen habe ich gelernt mit 1,5 l aus der Flasche zu duschen. Das habe ich sogar mit meinen langen Haaren geschafft. Auf so wahnsinnige Ideen, in Wüstenregionen Golf zu spielen oder dort, wo ich das Meer vor der Haustüre habe, Hotels mit riesigen Süßwasserpools zu buchen, komme ich sowieso nicht.

Die Sache mit den Handtüchern

Jeder kennt die Aufkleber mit «Wissen Sie, wie viele Tonnen Handtücher weltweit jeden Tag sinnlos gewaschen werden …» in den Badezimmern. Abgesehen davon, dass ich das nicht weiss, geht es den meisten Hotels dabei nicht um die Umwelt, sondern ums Geldsparen. Wenn ein Hotel sonst nichts für Nachhaltigkeit und Umweltschutz tut – oder noch schlimmer, neue Handtücher im Badezimmer oder am Bett drapiert, obwohl sie am Haken waren – kann ich das nicht Ernst nehmen.

Persönlich brauche ich nicht jeden Tag frische Handtücher. Ein mittelgrosses Hotel mit 100 Zimmern könnte etwa 100.000 Liter Wasser pro Jahr sparen, wenn Handtücher nur jeden zweiten Tag gewechselt werden. Damit wiederum könnte eine Person zwei bis drei Jahre lang täglich duschen. Nur schon in Südspanien oder auf den griechischen Inseln sind das Unmengen wertvollen Wassers. Aber auch in den Regionen Nord- und Mitteleuropas, wo es augenscheinlich Wasser im Überfluss gibt, würde uns Reisenden ein etwas bewussterer, nachhaltiger Umgang mit dem kostbaren Gut gut anstehen.

Grundsatz 5: nachhaltige Reisen ohne tier- und umweltfeindliche Freizeitaktivitäten

Stierkämpfe stehen mittlerweile auf den Tabu-Listen der meisten Urlauber. Wenn es um den Besuchin Elefantencamps und Elefantenritte geht, sind viele weniger zimperlich oder wissen schichtweg nicht Bescheid. Bei Reitelefanten handelt es sich immer um schwer misshandelte Dickhäuter. Genauso sollte man auf Kamelritte oder Pferdekutschenfahrten in heißen Ländern verzichten. Und auch wenn es verführerisch klingt, gilt es das Schwimmen mit Delfinen, den Besuch von Delfinarien und anderen Tiershows unbedingt zu meiden. Aufgrund der schönen Bilder hatte ich einmal die Idee nach Aruba (Renaissance Island) zu reisen, um die Flamingos zu beobachten. Natürlich sind diese Flamingos nicht einfach freiwillig dort. Ihnen wurden nämlich die Flügel gestutzt. Zwar nicht auf Kosten der Tiere, aber der Umwelt, gehen sinnfreie Aktivitäten wie Quadfahren in der Wüste oder Jetskifahren.

Grundsatz 6: Vorbild sein

In vielen Ländern stehen Touristen stark im Fokus und gelten als Vorbild. Das, was sie tun, ist erstrebenswert für die Gesellschaft. Und deshalb versuche ich, mich möglichst vorbildlich zu verhalten, sowohl was den Umweltschutz anbelangt als auch den Umgang mit anderen. So kurz und so einfach ist dieser Grundsatz.

Grundsatz 7: nicht in internationalen Hotelketten übernachten und keinen AI-Aufenthalt buchen

In Hotelketten von A wie Accor über H wie Hilton bis W wie Welcomehotels übernachte ich nur gelegentlich. Es ist mir nämlich zu langweilig, in einem Hotelzimmer aufzuwachen, das überall auf der Erde stehen könnte. Da bevorzuge ich schon etwas Lokalkolorit wie z.B. in Rajasthan. Wichtig ist mir vor allem, dass Hotels, Lodges, Resorts oder Pensionen möglichst von Einheimischen geführt werden und das Geld nicht ins Ausland fliesst. Idealerweise gibt das Hotel auch noch ein klares Statement zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz ab.

All-Inclusive ist so wie Kreuzfahrten überhaupt nicht nachhaltig. Der maßlose Konsum von Speisen (überladene Buffets und Foodwaste gehen Hand in Hand) und Getränken alleine ist schon fragwürdig. So wie Kreuzfahrtstouristen bringen AI-Urlauber der lokalen Wirtschaft meist relativ wenig.

Grundsatz 8: Airbnb für mich nur in Ausnahmefällen

Versteht mich nicht falsch. Grunsätzlich mag ich die Idee von Airbnb, bei Einheimischen zu wohnen. Aber sind wir einmal ehrlich: Die wenigsten Vermieter bekommt man außer bei der Schlüsselübergabe zu Gesicht. In ganz vielen Fällen ist es nicht anders, als wenn man irgendwo eine Ferienwohnung oder ein Hotelzimmer gebucht hätte. Einen Abschiedsbrief hat Airbnb von mir noch nicht bekommen, aber es gibt einfach zu viele negative Entwicklungen, wie überhöhte Gebühren, falsche Angaben, unbegründete Stornierungen von Seiten der Gastgeber und Rassismus. Da bevorzuge ich dann doch lieber ein richtiges Bed & Breakfast.

Gute Idee ad absurdum geführt

Vor allem dort, wo Billigairlines Städte in ihren Flugplan aufnehmen und für einen Touristenboom sorgen, zeigen sich die Schattenseiten. In Barcelona und auf Mallorca demonstriert die Bevölkerung nicht grundlos gegen die Touristenschwemme. Hier oder z.B. auch in Porto leiden die Einheimischen darunter, dass Wohnungen aufgekauft und renoviert werden. Entweder werden diese Wohnungen gleich in Ferienappartements umgewandelt oder die ehemaligen Mieter können sie sich nicht mehr leisten. Nachhaltige Entwicklung sieht anders aus. Natürlich ist Airbnb nicht die Ursache für diese Veränderung, aber durch die einfachen Möglichkeiten der Vermietung hat es leider an manchen Orten zur Wohnungsknappheit beigetragen.

Da ich die beschriebenen Entwicklungen nicht unterstützen möchte, buche ich nur nach reiflicher Überlegung und Recherche über Airbnb. Für meine bevorstehende Reise nach Milos war eine Unterkunft in Klima z.B. nicht anders zu bekommen. Bei unserem Appartement in Dubrovnik handelt es sich um einen lokalen Beherberungsbetrieb, der seine Studios neben anderen Kanälen auch über Airbnb anbietet.

Wissen sollte man auch, dass Airbnb eine riesige Datenkrake ist, die nicht gerade senbibel mit sensiblen Daten umgeht. Beim Verifizierungsprozess gelangt Airbnb an eine beachtliche Kombination von Informationen und Standards im E-Commerce dabei missachtet.

Grundsatz 9: lokalen Anbietern und Produzenten den Vorzug geben, faire Preise zahlen und Trinkgeld geben

Was für die Unterkünfte gilt, sollte auch bei Restaurants, sonstigen Einkäufen und Souvenirs gelten: Iss und kauf in lokalen Gaststätten und Geschäften von Einheimischen, die wiederum in der Region produzierte Waren anbieten. Es müssen nicht die in aller Welt verkauften und Billiglohnländern produzierten Paschminaschals oder Klammotten aus Sklavenfabriken in Italien sein.

Wenn man sich im Urlaub bedienen, bekochen und fahren lässt, sollte Trinkgeld (sofern es zur Kultur des Landes gehört) auch selbstverständlich sein. Natürlich lässt sich niemand gerne abzocken, das möchte auch ich nicht unterstützen, aber in erster Linie sollte die lokale Bevölkerung von mir als Reisende profitieren.

Grundatz 10: bewusste Auswahl der Reiseziele und Informationen einholen

Dieser zehnte und letzte Grundsatz hat für mich ebenfalls etwas mit Nachhaltigkeit zu tun. Mir geht es dabei vor allem darum, dass ich den Besuch bestimmter Länder für mich persönlich moralisch und ethisch vertreten kann. Zu diesem Thema gibt es sehr konträre Ansichten. Viele argumentieren damit, dass Tourismus für die Einheimischen ein Fenster zu Welt ist und die Menschenrechtssituation auf lange Sicht geändert werden kann. Wenn man nicht das Regime, sondern die Bewohner eines Landes unterstützt seien Reisen in autoritäre Staaten vertretbar.

Blacklist

Ich selbst reise nicht mehr in Länder, in denen Frauen oder Minderheiten systematisch unterdrückt werden, Wahnsinnige und Diktatoren (auch in Personalunion) an der Macht sind und gravierende Menschenrechtsverletzungen stattfinden. Gerne würde ich z.B. einmal den Iran bereisen, mache das aber bis auf Weiteres nicht. Jetzt im Frühjahr 2018 staune ich darüber, wie schnell Menschen ihre Grundsätze über Bord werfen und einfach, weil es billig ist, Urlaub in der Türkei buchen. Ein Land, in dem absolute Willkür herrscht, bekommt von mir kein Geld und ich könnte mich dort auch nicht wohlfühlen. Und so muss Kappadokien ebenfalls noch warten. Denn als Reisebloggerin dokumentiere ich meine Reisen auch auf Social Media und rege damit vielleicht zum Nachreisen an. Wenn mehr Reisende das so halten und auch kommunizieren würden, könnte man bei manchen (nicht allen) Regierungen Druck ausüben und eine Entwicklung anstoßen. Geld regiert ja bekanntlich die Welt. Umgekehrt ist mir bewusst, dass durch meinen Boykott «der kleine Mann» leidet, weil die Einnahmen aus dem Toruismus fehlen.

Mein Fazit zu Nachhaltigkeit und Reisen

Letztendlich geht es für jeden Einzelnen darum, ein gesundes Maß zwischen den eigenen und den Bedürfnissen anderer Menschen zu finden. Jeder von uns macht das bereits auf die eine oder andere Weise. Luft nach oben gibt es immer und so werde ich weiterhin versuchen, meine unbändige Reiselust mit Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen.

Nachhaltigkeit und Reisen

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