Silvester in Salzburg: Jahreswechsel in der Mozartstadt

Städtereisen

Ich liebe es, den Jahreswechsel mit einer Städtereise zu kombinieren: Silvesterpfad in Wien, München, Hogmanay in Edinburgh, Lissabon, Hongkong und Petra waren meine Silvester-Destinationen in den vergangenen Jahren. Nachdem ich gerade erst aus Costa Rica und Panama zurückgekommen bin, soll die Reise dieses Jahr nicht ganz so weit weg führen. Wir feiern City-Silvester in der Mozartstadt Salzburg. Silvester in Salzburg verspricht viel Musik, Kulinarik, österreichische Gemütlichkeit, ein Neujahrsfeuerwerk, den größten Walzertanz Österreichs und ein Katerfrühstück am nächsten Morgen oder nach durchzechter Nacht.

Im Artikel nehme ich euch mit in die letzten Stunden des alten Jahres und den 1. Januar in Salzburg. Dabei gibt es Anregungen, wie man Silvester in Salzburg auch bei Schlechtwetter gut über die Bühne bringt.

Da ich auf Restaurants und Veranstaltungen verlinke, muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass es sich ausschließlich um einen redaktionellen Beitrag handelt. Erwähnungen und Links sind nicht beauftragt oder bezahlt.

Silvester in Salzburg: der Countdown

Das Weihnachtshoch «Hugo» sorgt wie so oft dafür, dass zuvor gefallener Schnee pünktlich zu den Festtagen wegschmilzt und beschert uns fast frühlingshafte Temperaturen. Die Aussichten für die Silvesternacht 2018/19 sind dann leider alles andere als rosig. Wie war das noch mal mit dem Salzburger Schnürlregen? Ich meine irgendwo einmal gelesen zu haben, dass es in Salzburg nahezu permanent regnet, ob in Schnüren, in Strömen oder aus Kübeln. Zwar habe ich Salzburg auch schon bei Sonnenschein erlebt, für den Jahreswechsel ist allerdings mit Schnee, Dauerregen in rauen Mengen und ein paar zumindest trockenen Stunden am 1. Januar zu rechnen.

Und so ist Silvester in Salzburg für uns in erster Linie nass und ungemütlich. Beim Bummel durch die Innenstadt und Salzburgs berühmte Einkaufstraße, der Getreidegasse, zieht es uns in viele Geschäfte – weniger aus Interesse, eher zum Aufwärmen. Die Getreidegasse mit ihren geschmiedeten Reklamezeichen erstrahlt mit der Weihnachtsbeleuchtung in einem ganz besonderen Glanz. Schon seit dem Morgen um 10:00 Uhr gibt es am Residenzplatz kulinarische Köstlichkeiten, traditionelle Hausmannskost aus Salzburg, aber auch Austern und Fisch. Alkoholisch kann man sich hier mit Glühwein (nicht der allerbeste, wenig mit Wein zu tun und viel zu süß), Bier und Champagner oder Sekt auf den Jahreswechsel einstimmen. Auch rund um das Eisfeld am Mozartplatz, im Innenhof beim Sternbräu und am Linzer Gasse Platzl am anderen Ufer der Salzach gibt es einige Stände.

Nachmittag und früher Silvesterabend

Pünktlich um 16:00 Uhr ertönen die ersten Schüsse der Festungsprangerschützen von der Festung Hohensalzburg. Auf dem Residenzplatz findet zu dieser Zeit ein Walzer-Crashkurs statt, damit man bereit ist für den traditionellen Neujahrswalzer um Mitternacht. Wir legen aber erst einmal eine. kurze Trockenpause im Hotel ein und ziehen dann erneut los zum Apéro.

Auf Anregung von Fräulein Flora haben wir unser Silvestermenü im Lemon Chilli reserviert. Das Essen ist wirklich ausgezeichnet und die Atmosphäre sehr gemütlich. Als um 23:00 Uhr das Lokal schließt machen wir uns auf den Weg zurück in die Altstadt. Bedingt durch das nasskalte Wetter haben sich am Residenzplatz zwar einige Feierlustige eingefunden, der große Andrang bleibt aber aus.

Selbstverständlich gehört für viele zum Jahreswechsel in Salzburg auch klassische Musik mit dazu. Eine Kombination aus Silvester-Gala-Menü, Sektempfang und Feuerwerk gibt es auf der Festung. Daneben kann man an verschiedenen Veranstaltungsorten wie im Festspielhaus, dem Landestheater oder im Mozarteum mit zahlreichen Konzerten das vergangene Jahr verabschieden.

Mitternacht und Feuerwerk

Pünktlich um Mitternacht wird das Feuerwerk auf der Festung gezündet und die Glocken des Salzburger Doms läuten. Nicht nur diejenigen, die am Nachmittag das Walzertanzen geübt haben, beteiligen sich nun an Österreichs angeblich größtem Silvester-Walzer. Dieser Jahr fällt der nämlich eher bescheiden aus oder sprichwörtlich ins Wasser.

An Tagen mit einigermaßen guter Fernsicht steigt man – sofern man noch kann — am besten auf den Kapuzinerberg. Von dort aus lässt sich das Feuerwerk am besten bewundern. Auch vom Nonnberg aus hat man eine gute Aussicht. In Anbetracht des traurigen Wetters begrüßen wir das neue Jahr ganz einfach auf dem Domplatz.

Die ersten Stunden des neuen Jahres

In Salzburgs Bars und Clubs wird es jetzt eng. Doch wer so wie wir dick eingemummelt und wetterfest durch die Nacht stapft, hat wenig Lust auf Abtanzen zu heißen Rhythmen. Insofern kosten wir uns noch ein wenig durch das Angebot an Sekt, Glühwein und Punsch in der Partyzone in der Altstadt, bevor wir dann irgendwann den Heimweg zu unserem nicht ganz so nahe gelegenen Hotel antreten.

Der 1. Januar

Nach einem ausgiebigen Frühstück (nicht das Katerfrühstück am Residenzplatz) ziehen wir los und erklimmen den Kapuzinerberg. Hier und da treffen wir noch auf Spuren der vergangenen Partynacht. Wir marschieren auf dem Stefan-Zweig- und dem Basteiweg und geraten dabei auf den vielen Stufen und im teils noch tiefen Schnee so richtig ins Schwitzen. Die Aussicht auf die gegenüberliegende Festung ist aber alle Mühen wert. Nach so viel körperlicher Betätigung beschließen wir, den Mönchsberg erst einmal links liegen zu lassen.

Über den Mirabellgarten und den Makartsteg spazieren wir Richtung Festung. Leider weht dort oben ein starker und ziemlich ungemütlicher Wind.  So treten wir bald wieder den Weg nach unten an und besuchen noch den Petersfriedhof. Die Zeit bis zum Abendessen überbrücken wir  im Haus der Natur, wo ich schon jahrelang nicht mehr war.

Leider haben in der Zeit an Weihnachten und Neujahr weder das Augustinerbrau noch der Hangar-7 offen.

GetYourGuide Salzburg
Fazit

Sicherlich bedingt durch das Wetter waren am Silvesterabend in Salzburg 2018/19 nicht allzu viele Menschen unterwegs . Der Andrang hielt sich in Grenzen. So viel Trubel wie in Wien darf man sowieso nicht erwarten. Das kleine, aber feine Rahmenprogramm in der Altstadt ist übrigens gratis. Besonders angenehm empfand ich die Tatsache, dass die Verwendung von Feuerwerkskörpern und Knallern verboten ist und von den Sicherheitskräften auch geahndet wird. Da könnten sich andere Städte eine Scheibe abschneiden.

Wer Salzburg zu Silvester besucht, sollte sich möglichst frühzeitig um eine passende Unterkunft kümmern. Die Zimmerpreise klettern zu Silvester in exorbitante Höhen und die Hotels sind sehr gut gebucht. Im Zentrum zahlt man für eine Übernachtung dann schon mal gut und gerne 500 Euro. Unser Hotel in Bahnhofsnähe war zwar in Ordnung, aber doch etwas abgelegen. Auch Tickets für Konzerte besorgt man am besten frühzeitig.

Dennoch ist Salzburg mit seinen pastellfarbenen Häusern für mich Sommer wie Winter immer eine Reise wert.

Makartsteg Silvester in Salzburg

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