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Vier Tage Naxos: die schönsten Orte und Aktivitäten

6 Kommentare

Die Kykladen umfassen 24 bewohnte Inseln. Naxos ist die größte und bevölkerungsreichste unter ihnen. Gleichzeitig ist Naxos die gebirgigste und grünste aller Kykladeninseln. Zusammen mit endlos langen Stränden, Kultur, Geschichte und vielen Köstlichkeiten ergibt das die perfekte Mischung für einen Naxos Urlaub. Durch die zentrale Lage im Archipel eignet sich Naxos gut zum Inselhüpfen auf den Kykladen.

Ich habe Naxos im Rahmen einer Inselkombination mit Amorgos und Koufonissi während der Vorsaison besucht und einige Tage auf der Insel verbracht. Hier findest du meinen Fahrplan, Tipps und Aktivitäten für vier Tage Naxos. Damit hast du gleich ein paar Anregungen, was du alles unternehmen kannst.

Tag 1: Rund um die Hauptstadt, Start in den Naxos Urlaub

Fantastische Strände

Nach der Anreise ist der Sprung ins kühle Nass gleich einmal eine willkommene Wohltat. Der Stadtstrand Agios Georgios ist bequem in ein paar Minuten von der Chora aus erreichbar, zu den meisten anderen Stränden gelangst du entweder mit dem öffentlichen Linienbussen oder einem Mietfahrzeug. Und Naxos besitzt Strände im Überfluss, breiter und länger als anderswo auf den Kykladen mit goldgelbem Sand und glasklarem Wasser. An der Südwestküste reihen sich die Strände fast 20 Kilometer durchgehend aneinander, sodass die Auswahl schwer fällt. Aber es ist sicherlich für jeden etwas mit dabei.

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Die Chora von Naxos

Die Chora kann vielleicht nicht mit ihrem Standort beeindrucken. Verglichen mit Serifos, Amorgos, Folegandros, Santorin und Ios fehlt ihr die spektakuläre Lage auf einer Anhöhe oder an der Steilküste. Die venezianische Burg dominiert das Stadtbild. Manches wirkt verfallen, rauer, großstädtischer und weniger lieblich als andernorts. Trotzdem geht von dem Gassengewirr der Altstadt eine riesige Faszination aus.

Nach den ersten Badefreuden lädt die Chora zum Bummeln und zum Entdecken ein. Im Gewirr aus Treppen und Gassen finden sich Dutzende von kleinen Läden. Besonders faszinieren mich jeweils die Gewölbe und Passagen mit Holzbalkendecken, teilweise so niedrig, dass selbst ich den Kopf einziehen muss. Unweigerlich steige ich höher und höher, bis ich irgendwann das Kastro erreiche. Den Festungsbezirk betritt man durch eines der drei Tore. Adelshäuser, Paläste, Kirchen und das archäologische Museum mit seiner beachtlichen Sammlung kykladischer Kunst befinden sich hier.

Wenn du Zeit hast, solltest du unbedingt einen Abstecher in den Stadtteil Grotta machen. Das Viertel ist der eigentliche Ursprung von Naxos-Stadt. Es befindet sich auf einer Anhöhe zwischen der Nordseite des Kastros und der Küste. Teile der ehemaligen antiken Siedlung liegen heute im Meer vor der Insel, einzelne Mauern und Marmorblöcke sind im Wasser gut erkennbar.

Sonnenuntergang an der Portara und Hafenpromenade

Das Wahrzeichen von Naxos schlechthin ist die Portara. Das Tempeltor aus Marmor prägt das Stadtbild und liegt auf dem Hügel einer kleinen Felsinsel vor dem Hafen. Seit mehr als 2500 Jahren steht es hier. Insbesondere zum Sonnenuntergang pilgern viele über den Damm und hinauf zum Tempeltor, das aus drei riesigen Marmormonolithen besteht. Der Blick auf die Stadt auf der einen und die untergehende Sonne auf der anderen Seite ist magisch. Ich kann mir vorstellen, dass es in der Hochsaison im Juli und August einen ziemlichen Kampf um die besten Fotospots gibt.

Ist die Sonne erst einmal glutrot im Meer versunken, geht es zurück auf die Paralia, die mit Marmor gepflasterte Hafenpromenade. Im Sommer wird sie abends zur Fußgängerzone, zum Spielplatz für Kinder und zur Flaniermeile zum täglichen Schaulaufen. Hier reihen sich Restaurants, Tavernen, Cafés, Bars, Ouzerien und Shops aneinander. Im Gegensatz zur Nachbarinsel Mykonos geht es aber immer noch sehr entspannt zu und her. Die Auswirkungen des internationalen Tourismus sind nicht so stark zu spüren.

Tag 2: ins grüne Herz von Naxos

Wanderung von Melanes nach Potamia und zum Kouros von Flerio

Den zweiten Tag widme ich wiederum der Westseite der Insel. Mit dem Mietauto fahre ich in das kleine Bergdorf Melanes. Hier starte ich meine Rundwanderung über das Kloster Kalamitsia, die Ortschaft Po­tamia zum Kouros von Flerio und zurück nach Melanes. Die Wanderung führt durch eine der fruchtbarsten Regionen der Insel und ist sehr abwechslungsreich. Du passierst dabei mehrere hübsche Dörfer und Sehenswürdigkeiten. Die Route ist im Naxos Reisführer des Michael Müller Verlags beschrieben. Dort ist die Gehzeit mit viereinhalb bis fünf Stunden sehr großzügig angegeben. Der erste Teil des Weges bis zum verfallenen Kloster Kalamitsia, das ein einem bezaubernden Ort liegt, ist leicht zu finden.

Von hier aus sollte der Wanderweg eigentlich mit einem roten Punkt markiert sein. Den kann ich nirgends ausmachen und selbst die Beschreibung im Reisführer verwirrt mehr, als sie hilft. Der Pfad ist schwer auszumachen und mit Phrygana (Macchie) überwuchert. Mit dem Wissen, dass ich irgendwann die Landstraße erreichen sollte, schaffe ich es, mich einigermaßen zu orientieren. Möglicherweise liegt es daran, dass die Saison noch nicht begonnen hat, aber die Wanderwege auf Naxos könnten etwas besser in Schuss gehalten und in kürzeren Abständen gekennzeichnet werden.

Kurz vor Potamia treffe ich wieder auf die typischen rot-weißen Wegweiser und die Markierung beziehungsweise Nummerierung der griechischen Wanderwege. Von nun an fällt die Orientierung leicht und der genussvolle Teil beginnt. Eindrücklich ist der Kokkos Tower, der in einem üppig grünen Flusstal liegt. Epano Potamia liegt verschlafen in der Mittagshitze und schon bald passiere ich die Taverne I Pigi und die dazugehörige Quelle. Nach einem sanften An- und Abstieg durch wunderschönes Gelände erreiche ich den Kouros von Flerio.

Drei Kouros-Statuen gibt es auf Naxos. Die Darstellungen unbekleideter Jünglinge waren im griechischen Kulturraum früher weit verbreitet. Sämtliche Kouros-Statuen auf der Insel sind aus Marmor und unvollendet. Vermutlich hätten sie erst nach dem Transport an ihren Bestimmungsort fertiggestellt werden sollen. Der Garten, in dem der Kouros von Flerio liegt, und das anschließende Flusstal mit dem blühenden Oleander sind eine wahre Augenweide. Das letzte Highlight der Wanderung ist der kleine Weiler Myli. Leider hat das kleine Café unter der Platane noch nicht geöffnet.

Tempel der Demeter

Völlig begeistert von dieser ersten Wanderung mache ich mich auf zum Tempel der Demeter. Der gilt als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten auf Naxos. Er wurde 530 v. Chr. und somit vor der Akropolis in Athen errichtet. Die restaurierten Überreste des Tempels liegen in der Nähe des Dorfes Sagri und einmal mehr lässt die Beschilderung ein wenig zu wünschen übrig. Leider ist die Anlage geschlossen. Hinweise für Gründe dafür (Covid-19?) gibt es leider nicht. Ich versuche zwar, noch etwas näher an die Anlage heranzukommen, bin allerdings nicht wirklich erfolgreich.

Alyko

Mein letztes Ziel für diesen Tag ist das Naturschutzgebiet Alykio an der Südwestküste mit seinem Zedernwald, den Dünen, den Stränden Kedros, Hawaii und Mikrolimano sowie der riesigen Hotelruine. Um den geplanten Bau der überdimensionierten Ferienanlage und die Gründe, warum sie nie fertig gestellt wurde, ranken sich einige Mythen und Legenden. Klar ist, dass Korruption mit im Spiel war und der Gebäudekomplex an diesem wunderschönen Ort nun vor sich hin verfällt.

Seit der balinesischen Künstler WD (Wild Drawing) die Hotelruine 2015 mit Murals verschönert hat, ist sie zum Hotspot für Fotografen und Instagrammer avanciert. Neben der Lage faszinieren die Kontraste. Will doch dieses Bauwerk so gar nicht in diese liebliche Umgebung passen.

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An der Südküste von Naxos liegen außerdem die bekannte Rina-Höhle und die Kirche Agios Sozon, die man im Rahmen von diversen Bootsausflügen besichtigen kann.

Naxos Tag 3: Zentralmassiv und Bergdörfer

Wanderung auf den Zas

Es gibt zwei Gründe den Zas zu besteigen: Du möchtest den mit 1001 Metern höchsten Berg der Kykladen erklimmen oder den Ort besuchen, an dem Göttervater Zeus der Legende nach geboren wurde und aufgewachsen ist. Aber vielleicht soll es so wie in meinem Fall einfach nur eine schöne Gebirgswanderung mit Aussicht auf das Meer sein?

Zwei Wege führen auf den Gipfel. Der anspruchsvollere, weil steilere, Weg beginnt in Filoti. Dabei passierst du die Zeus-Höhle. Der andere Pfad hat seinen Ausgangspunkt bei der Kapelle Agia Marina und ist sehr einfach zu begehen. Idealerweise kombiniert man beide Routen, steht dann aber vor dem Problem, wie man zum Ausgangspunkt zurückkommt. Deshalb entscheide ich mich für die einfache Variante und bin dennoch begeistert von der Wanderung. Die Aussicht vom Gipfel auf die Ägäis und die umliegenden Inseln ist einfach göttlich.

Apiranthos

Im Anschluss an die Besteigung des Zas bietet sich eine Tour durch die Bergdörfer an. Apiranthos liegt auf 600 Metern Höhe und ist eines der ältesten Dörfer der Insel. Stattliche Wohnhäuser und mit Marmor gepflasterte Gassen zeugen vom einstigen Wohlstand. Neben einem Spaziergang durch den Ort empfiehlt sich ein Besuch in einem der fünf Museen von Apiranthos.

Filoti

Filoti liegt wie ein Ampitheater am Fuße des Zas und ist das größte Dorf im Zentrum der Insel. Es ist ein Straßendorf, das dennoch sehr idyllisch wirkt. Entlang der Durchgangsstraße reihen sich Kafenios und Tavernen, Platanen und Akazien spenden Schatten. Besonders schön ist Filoti, wenn du dich in die Seitengassen begibst. Da wirkt das Dorf richtig ursprünglich. Ein hübscher Weg führt vorbei am ehemaligen Dorfkino hinauf zur Kirche Panagia Filotitissa. Hier siehst du typisch kykladische Architektur, frisch gekalkte Häuser und die liebevoll aufgepinselten Blumen und Umrandungen der Pflastersteine am Boden. Der Tourismus ist weit weg.

Chalki und Kitro probieren

Das dritte im Bunde der zentralen Bergdörfer ist Chalki. Viele meinen, es sei das schönste Dorf der Insel. Einst war es Handelszentrum und bis nach dem zweiten Weltkrieg sogar Hauptort von Naxos. Und früher oder später kommen alle Besucher der Insel hier durch. Das Zentrum ist winzig, mit hübschen Gassen, farbenfrohen neoklassizistischen Wohnhäusern und üppiger Blumenpracht. Man wittert das Geschäft mit Touristen, Tavernen und kleine Läden wechseln sich ab. Ein bisschen wirkt das Dorf wie ein Freiluftmuseum.

Untrennbar verbunden mit Chalki ist der Kitro. Der typische Insellikör mit gesetzlich geschützter Herkunft, wurde erstmals in der Destillerie Vallindra hergestellt. Die kannst du heute noch besuchen und die alte Kitro-Brennanlage, die immer noch in Betrieb ist, besichtigen. Die Besitzerinnen erläutern gerne das kleine Museum und geben Informationen. Eine Kostprobe darf natürlich nicht fehlen.

Kitro wird aus den Blätter des Zedratbaumes (Zitronatzitrone) hergestellt. Es gibt ihn klar und in den Farben grün und gelb, wobei es sich hier um zugesetzte Lebensmittelfarbe handelt, die nur der Unterscheidung dient und keine Auswirkungen auf den Geschmack hat. Der grüne Kitro ist süß und enthält 30 % Alkohol. Der klare Kitro hat 33 % Vol. Am stärksten (doppelt gebrannt) und mit dem geringsten Zuckergehalt ist der gelbe Kitro.

Ansonsten gibt es in Chalki Wehr- und Wohntürme und die Byzantinische Kirche zu besichtigen.

Naxos Tag 4: der Inselnorden

Der Norden von Naxos ist rau, gebirgig, dünn besiedelt und dennoch faszinierend. Die Küstenstraße ist kurvig, eng und steil. Denk bei einem Ausflug in den Norden daran, dass du genügend Zeit einplanst und dass es nur eine Tankstelle (bei Koronida) gibt.

Die Olivenölmühle in Eggares

Ein lohnender Stopp in der Nähe von Naxos-Stadt ist die alte Ölmühle. Das liebevoll restaurierte Gebäude beherbergt ein kleines Museum, ein Café und einen Shop mit regionalen Produkten. Eintritt und Führungen sind gratis, die Eigentümerin spricht sogar Deutsch.

Apollonas

Apollonas ist anders als die Badeorte an der Südwestküste. Abseits von Trubel und internationalem Tourismus lassen sich hier ein paar entspannte Tage verbringen. Die nötige Infrastruktur (Hotels, Tavernen, Kiesstrand und Promenade) ist vorhanden. Oberhalb von Apollonas liegt eine weitere Kouros-Statue. Wie sein Kollege in Flerio liegt er auf dem Rücken. Allerdings ist er größer und ziemlich unfertig. Teilweise handelt es sich nur um einen grob vorgearbeiteten Marmorklotz.

Koronos

Von Mesi aus eröffnet sich der erste Blick auf das bezaubernde Dorf Koronos. Es scheint, als hätte jemand die Würfelhäuser übereinander gestapelt – ein bisschen chaotisch, aber sehr gemütlich. Auf alle Fälle solltest du die Treppen in das Dorf hinabsteigen. Die Architektur mit den Rundbögen und vielen ursprünglichen Häuser sind sehenswert. Im unteren Bereich des Dorfes laden zwei Tavernen unter Laub bewachsenen Arkaden zum Verweilen ein. Rund um Koronos kannst du ausgedehnte Spaziergänge durch die Gärten unternehmen.

Durch das Schmirgelabbaugebiet nach Lionas

Gleich hinter Koronos beginnt das Schmirgelland. Schmirgel- oder Schleifpapier ist dir sicherlich ein Begriff. Bei Schmirgel handelt sich um ein Mineralgemenge aus Korund, Magnetit, Hämatit und Quarz, das vor allem auf Naxos vorkommt. Gefördert wurde der Schmirgel in mehreren Steinbrüchen im Tagebau oder in Stollen. Mit Drahtseilbahnen transportierte man das Material in den Hafen von Moutsouna und von dort aus in die ganze Welt.

Der Bergbau machte Koronos einst zum größten und reichsten Dorf der Insel. Für Naxos war der Schmirgel in der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts das wichtigste Exportprodukt. Sogar ein großer Teil des griechischen Staatshaushalts wurde dadurch finanziert. Mit der synthetischen Herstellung von Schmirgel brach auf Naxos ein wichtiger Wirtschaftsfaktor weg. Die Region verarmte und erholte sich lange nicht davon. Eigentlich hätte hier Anfang der 2000er-Jahre ein Freilichtmuseum entstehen sollen: Wanderwege, eine Eisenbahn zum Transport der Touristen und Zugänge zu den Stollen. Das Projekt wurde jedoch nie fertiggestellt.

Und so wirkt die ganze Region mit ihren Seilbahnen und den teilweise noch mit Schmirgel gefüllten Transportkörben irgendwie deplatziert und befremdlich. Die Bergwerksindustrie will nicht so recht zum blau-weißen Kykladen-Klischee passen. Ähnliches erlebst du in der Gegend rund um um Megalo Livadi auf Serifos.

Von Koronos aus führen eine zehn Kilometer lange Straße in mehren Serpentinen und einer der schönsten Wanderweg der Insel hinunter an die Küste nach Lionas. Ein Kiesstrand, ein paar Häuser und zwei Tavernen erwarten die Besucher. Das Ntoyzenia ist kein Geheimtipp, dazu ist es in zu vielen Reiseführern erwähnt. Ein Besuch lohnt sich dennoch. Ursprünglicher geht es kaum. Der Vater fängt den Fisch und grillt ihn, die Mutter kocht und einer der Söhne bedient die Gäste. Die Karte ist überschaubar. Dafür kann man sich direkt in der Küche seinen Fisch aus dem tagesaktuellen Fang aussuchen. Die Preise sind günstig, Gastfreundschaft und die Aussicht von der Terrasse sind unbezahlbar.

Hinkommen

Naxos verfügt über einen winzig kleinen nationalen Flughafen, welcher vom Flughafen Athen aus angesteuert wird. Mehrmals täglich landen die Turboprop-Maschinen der griechischen Regional- Fluggesellschaft Olympic Air oder von Sky Express. Ein Erlebnis der besonderen Art ist die Gepäckausgabe.

Ansonsten erreichst du Naxos per Fähre oder Schnellfähre. Mit Blue Star Ferries bist du von Piräus aus fünf bis sechs Stunden unterwegs. Schneller, aber auch teurer sind die Verbindungen mit Seajet. Bedenke dabei, dass du noch vom Flughafen Athen Eleftherios Venizelos zum Hafen kommen musst. Mit dem Taxi beträgt die Fahrzeit 45 bis 60 Minuten. Mit dem Flughafenbus bist du eineinhalb Stunden unterwegs.

Die Route von den kleinen Kykladen, Santorin, Ios und Amorgos aus wird zusätzlich noch von den Small Kyklades Lines mit ihrem Express Skopelitis bedient. Passende Fährverbindungen suchst und buchst du am besten bei Ferryscanner:

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Herumkommen

Wie alle griechischen Inseln verfügt Naxos über ein einigermaßen gut ausgebautes Netz an Busverbindungen. Mit etwas Geduld lässt sich die Insel so erkunden, wobei du insbesondere in der Vor- und Nachsaison lange Wartezeiten in Kauf nehmen musst. Routen und aktuelle Fahrpläne findest du bei KTEL Naxos.

Wer unabhängig sein möchte, mietet am besten ein Auto. Ein kleiner Wagen der Kategorie A oder B reicht für die Insel vollkommen aus. Die Fahrzeuge werden entweder am Flughafen, am Hafen oder direkt beim Hotel übergeben. Die Formalitäten sind in der Regel unkompliziert. Bei meiner Auswahl halte ich mich üblicherweise an lokale Anbieter und bin damit bisher immer gut gefahren. Für meinen Skoda Fabia habe ich in der Vorsaison € 30.- pro Tag inkl. Versicherung bezahlt.

Wohnen

Als Aufenthaltsort kommt für mich – nicht nur im Mai – ausschließlich die Chora infrage. Ich schätze die authentische und lebhafte Atmosphäre in den zentralen Inselorten oder Hauptstädten und würde sie immer den sterilen, charakter- und gesichtslosen Hotelregionen vorziehen. Meine Unterkunft, das Hotel Grotta, beschreibe ich im Beitrag Naxos, meine ganz persönlichen Tipps für Hotel, organisierte Touren und Restaurants etwas ausführlicher.

Eine typische Hotelzone findest du auf Naxos beispielsweise entlang des Strandes von Agios Prokopios. Wenn du Stadt und Strand verbinden möchtest, eignen sich die Hotels am Strand von Agios Georgios.

Inselhüpfen

Naxos eignet sich für verschiedenste Inselkombinationen. Paros liegt der Insel am nächsten, aber auch Mykonos oder Ios sind nicht weit entfernt. Ich kombiniere Naxos dieses Mal mit Koufonissi und Amorgos.

Vier Tage Naxos: die schönsten Orte und Aktivitäten 2
Naxos Urlaub: Portara
Vier Tage Naxos: die schönsten Orte und Aktivitäten 3

6 Gedanken zu „Vier Tage Naxos: die schönsten Orte und Aktivitäten“

  1. Liebe Carola,
    Bisher kenne ich von den griechischen Inseln nur Kreta, aber Naxos und Santorin möchte ich auch irgendwann noch kennenlernen. Deine Tour für vier Tage finde ich super – wäre auch nach meinem Geschmack: Berge, Meer, Schlendern – was gibt es besseres?
    Liebe Grüße von Miriam von http://www.nordkap-nach-suedkap.de

    Antworten
    • Liebe Miriam, ich bin erklärte Kykladenliebhaberin und war fast schon auf allen Inseln. Seit einigen Jahren komme ich regelmäßig zurück an Orte, die ich in den 80er- und 90-er Jahren schon einmal besucht habe. Santorin ist wunderschön, aber leider völlig vom Tourismus eingenommen. Da wurde in den letzten Jahren so viel kaputt gemacht. Wenn du abseits der Massen sein möchtest, sind Naxos, Milos, Sifnos, Serifos, Amorgos, die kleinen Kykladen oder Kimolos gute Alternativen und nicht minder schön.

      Herzliche Grüße
      Carola

      Antworten
  2. Kalispera Carola,
    ein sehr schöner Artikel über eine sehr schöne Insel! Die Wanderideen haben mich sehr motiviert Naxos doch noch einmal richtig zu erkunden. Die Kykladen sind ja schon lange wieder auf unserer Urlaubsplanliste, wir waren auch schon einmal auf Naxos, aber nur für 2 Nächte und uns hat diese große Insel doch schon damals sehr gefallen. Die Chora ist ganz, wie Du sie beschrieben hast, sehr gemütlich, verwinkelt, ja dabei wirkt sie tatsächlich relativ großstädtisch. Wir waren damals im Juli dort und es war trotzdem nicht übermäßig voll, durchaus angenehm. Erstaunlich fand ich Deinen Exkurs zum Schmirgelpapier, ich muss zugeben: ich hatte keine Ahnung. In Milos sind wir auch auf allerlei Bergbau gestoßen. Irgendwie widerspricht sich das wohl mit unserem Verständnis von Inseln. Die kann man doch nicht einfach abtragen!
    Ich werde mir jetzt auch noch Deine anderen Kykladen-Artikel ansehen. In Koufonissi warst Du doch auch schon, aber darüber schreibst Du später noch? Das war einer unserer absoluten Favoriten bei unserer letzten Reise!
    Herzliche Grüße,
    Jens

    Antworten
    • Lieber Jens, danke für diesen ausführlichen Kommentar. Ja, auf ganz vielen Kykladeninseln gab es früher oder gibt es zum Teil noch Bergbau (Marmor, Silber, Eisen, Bentonit, Perlit, Puzzolan oder eben Schmirgel). Ich bin tatsächlich von Naxos kurz rübergehüpft nach Koufonissi. Die Atmosphäre auf der Insel ist einmalig, so früh im Jahr ist es ab er noch sehr ruhig und verlassen. Da beschränkt sich die Saison vor allem auf Juli und August. Und weil ich nicht so der Strandtyp bin, ging es weiter nach Amorgos – ein weiteres Highlight von dem ich bald berichten werden.

      εγκάρδια χαιρετίσματα

      Antworten
  3. Liebe Carola,

    Griechenland hat so viele tolle Ecken. Habe erst vor ein paar Tagen gelesen, dass sie über 3000 Inseln haben. Ob man das wohl schaffen kann alle zu besuchen? 🙂 Ich freue mich schon darauf, wenn wir mit unserem „Hubi“-Kastenwagen das Land entdecken dürfen. Dazu ist ein Hüpfer auf die Insel Naxos unbedingt notwendig.

    Liebe Grüsse, Lisa von http://www.wanderwithlilu.com

    Antworten
    • Liebe Lisa, wenn man sich nur auf die bewohnten Inseln konzentriert, sind es schon einmal wesentlich weniger ;-). Hubi auf die Fähre zu verfrachten, ist natürlich eine großartige Idee. Umgekehrt würde ich mich mit den Möglichkeiten wohl auf eine Tour am Festland oder auf Kreta fokussieren. Aber Naxos ist schon einmal relativ groß und abwechslungsreich.

      Herzliche Grüße
      Carola

      Antworten

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