Reisevorlieben zwischen Luxushotel und Zelt, Segelboot und Businessclass

Dies und Das

Zu den chinesischen Reisevorlieben gehört es, das eigene Handtuch mit auf Reisen zu nehmen. Derartige Fakten verrät die TripBaromenter-Studie zu den „Reisetrends 2016“ und zeigt, was Reisenden bei der Urlaubsplanung besonders wichtig ist. Und so weiß ich jetzt auch, dass Japaner ihre Reiseziele aufgrund von Fernsehshows wählen, Reisende aus China hingegen werden von Filmen beeinflusst. Ich hole meine Inspiration am ehesten aus dem Netz.

Aber Reisen bedeutet sowieso für jeden etwas anderes, jeder hat da so seine Reisevorlieben. Mit diesem Beitrag möchte ich euch ein wenig teilhaben lassen an meinen Reisegewohnheiten und -präferenzen und vielleicht auch mit ein paar Vorurteilen aufräumen.

Reisevorlieben in Sachen Unterkunft

Nein, für mich ist der Wasserkocher am Zimmer nicht das Killerkriterium bei der Auswahl meiner Unterkunft wie für manch andere Nationen. Zugegeben mag ich es gerne etwas komfortabler. In meinem Alter sind die Zeiten, in denen man als Backpacker unterwegs ist, ehrlich gesagt vorbei. Das muss aber nicht immer das Luxushotel sein, manchmal ist eine Nacht im Zelt unbezahlbar. Beim Trekking in der Wüste, irgendwo im Gebirge mit atemberaubender Aussicht oder am Strand kann das das Schönste sein, was es im Moment gibt, sodass man gerne auf das Hotel verzichtet.

Meine Unterkünfte wähle ich immer sehr mit Bedacht aus und wende ehrlich gesagt ziemlich viel Zeit für die Recherche auf. Gerade wenn es darum geht Hotels zu buchen, achte ich auch auf die Bewertungen anderer Gäste. Mit den Bewertungsportalen im Internet ist das heutzutage ja kein großes Problem mehr. Ich nutze diese vor allem für einen Vergleich und um einen Überblick über das Angebot zu bekommen. Das Hotel selbst buche ich gerne direkt. Auf Anfrage bekommt man so oftmals noch die besseren Angebote. Generell mag ich Hotels mit einem besonderen Flair, die nicht völlig uniformiert daherkommen und etwas Besonderes bieten.

Die Idee von Airbnb finde ich eine tolle Sache. Je nach Destination oder Anlass entscheide ich mich auch für diese Art von Unterkunft. Manchmal bevorzuge ich etwas mehr Luxus und will mich am umfangreichen Frühstücksbuffet bedienen, ein anderes Mal ist mir der Kontakt zu Einheimischen wichtiger. Egal ob Hotel oder Airbnb, eine zentrale Lage ist für mich ganz wesentlich.

Lieber aktiv als am Strand – Reisevorlieben in Sachen Reisearten

Strand ist ein gutes Stichwort. Ich bin definitiv nicht diejenige, die wochenlange Badeferien oder Urlaub am Strand toll findet. Ich sage immer «erholen kann ich mich auch zu Hause». Und so werde ich nach ein zwei Tagen am Strand meist schon wieder ziemlich kribbelig und muss etwas unternehmen. Ich liebe die Abwechslung und bevorzuge Ziele, die neben Meer, Strand, Inseln und eventuell Palmen eben noch etwas mehr zu bieten haben.

Entsprechend sind Aktivreisen wie für mich gemacht. Zwar bin ich kein Andrenalin-Junkie wie Reisende aus Thailand, Indonesien und Indien. Aber ich liebe das Wandern, Trekking, Biken, Segeln, Kanu, Hundeschlitten, … Und ich habe auch kein Problem damit, derartige Kleingruppenreisen über einen Reiseveranstalter zu buchen. Teilweise ist man so näher am Land und an den Leuten als manche Individualreisende, die für sich in Anspruch nehmen, die besseren Touristen zu sein. Dabei übersehen sie oftmals, das sie in einer Art Blase unterwegs sind, während sie mit anderen den Zielen aus dem Lonely Planet hinterher jagen.

Eine andere Reisevorliebe von mir sind Städtereisen. Hier bin ich besonders gerne auch als Alleinreisende unterwegs. War es anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, abends ohne Begleitung in ein Restaurant zu gehen, schätze ich heute genau diese Unabhängigkeit. Ich kann einfach in den Tag hineinleben und das machen, worauf ich gerade Lust habe.

Die Erfahrung hat auch gezeigt, dass gerade beim Erkunden fremder Städte die Interessen sehr unterschiedlich sein können. Zudem kann nicht jeder mit meinem Tempo mithalten. Vielfach bin ich dann fast wie ein Duracellhase von früh morgens bis spät abends unterwegs, um ja nichts zu verpassen. Damit meine ich nicht die vollständige Liste von Sehenswürdigkeiten, sondern die Atmosphäre, die kulinarischen Genüsse, hin und wieder auch die Einkaufsmeilen und vor allem Viertel abseits vom Touristenstrom. Ein bisschen Kultur darf gerne mit dabei sein, allerdings muss eine Städtereise mehr beinhalten als nur Museumsbesuche. Da meine Ferien sehr knapp bemessen sind, stellen Städtereisen immer auch eine kurze Auszeit vom Alltag dar, die man gut einmal an einem (verlängerten) Wochenende oder nur für wenige Tage planen kann.

Reisevorlieben beim Fliegen

Nicht verwundert hat mich die Tatsache, dass Schweizer 2016 wahrscheinlich die meisten Flugmeilen sammeln. Zehn Prozent der Reisenden aus der Schweiz plant mehr als zehn internationale Reisen. Ich muss gestehen: Ich gehöre dazu. Fliegen ermöglicht es mir, in vertretbarer Zeit selbst weit entfernte Ziele zu erreichen. Und ich fliege gerne. Sobald ich in der Luft bin, empfinde ich immer eine gewissen inneren Frieden. Es liegt auf der Hand, dass ich den Fensterplatz bevorzuge.

Innerhalb Europas buche ich meine Flüge normalerweise nur mit Handgepäck und Economy, außer es gibt ein lohnenswertes Angebot. Langstrecke versuche ich nach Möglichkeit etwas bequemer in der Business zurückzulegen. Bei über zehn Stunden Flug zahlt sich die bequeme Liegeposition schon aus, wenn man entspannt am Ziel und in den Ferien ankommen möchte. Mit Zürich haben wir zum Glück einen Flughafen, von dem aus viele Ziele direkt erreichbar sind. Da es oftmals darum geht, Zeit zu sparen, fliege ich meist mit SWISS und ohne Umsteigeverbindung.

Buchungen und Reisepläne

Eigentlich bin ich immer irgendwelche Reisen am Planen. Die Lust etwas Neues zu entdecken, die Welt kennenzulernen und die nächsten Ferien zu buchen, kommt schon am ersten Tag, nachdem ich wieder zu Hause bin. Außerdem mag ich es mich auf die nächsten Reisen zu freuen. Es kann vorkommen, dass ich einen Flug bereits für mehr als ein halbes Jahr im voraus gebucht habe. So kann man natürlich auch sehr günstige Angebote finden und bei den Kosten für den Flug sparen. Manchmal entscheide ich mich auch kurzfristig. Lastminute Reisen kommen dabei aber für mich nicht in Frage, ich kombiniere meine Flüge und Hotels lieber selbst. In der Regel ist eine vorausschauende Planung aber unerlässlich, wenn man das Optimum aus seiner freien Zeit herausholen will.

Da halte ich es mit Amerikanern, Indonesiern und Indern, die es am ehesten verstehen, das Nützliche mit dem Schönen zu verbinden. 23 Prozent verlängern ihre Geschäftsreise zu einer bestimmten Destination, um dort im Anschluss Urlaub zu machen.

Reisen als Privileg

Und so sehe ich mich neben allen Reisevorlieben als ganz normale Touristin oder Reisende und habe nicht den Anspruch, etwas besser oder anders zu machen. Mir ist bewusst, welches Privileg ich habe, reisen zu dürfen und zu können und im Grunde genommen alle meine Ferien im Ausland zu verbringen. Dafür bin ich jeden Tag dankbar. Und ich freue mich jetzt schon wieder auf das Gefühl, irgendwo aus dem Flugzeug oder aus dem Zug zu steigen und mir Städte und Länder Schritt für Schritt zu erschliessen.

Wenn ich neue Orte und Reiseziele entdecke, mache ich das mit allen Sinnen. Das bedeutet sehen, (zu)hören, riechen, schmecken, berühren … und meist auch ein Foto machen. Essen und kulinarische Erkundungen stellen da einen ganz wichtigen Bestandteil dar. Mittlerweile gibt es an vielen Orten sogenannte «Foodtouren», von denen manche wirklich empfehlenswert sind. Und so füllt sich der Koffer meines Lebens mit immer neuen Erinnerungen und Erfahrungen. «To travel is to live.»

Reisevorlieben

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