Traditionelle chinesische Architektur am Fluss

Fenghuang und die Dong-Dörfer, traditionelle Holzbauten in Südchina

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An der Grenze zwischen den chinesischen Provinzen Hunan und Guangxi haben sich zwei Kulturschätze bewahrt: Fenghuang, die «Phönixstadt» am Tuojiang-Fluss, und die traditionellen Dörfer der ethnischen Minderheit der Dong rund um Sanjiang.

Das wunderschöne Städtchen Fenghuang wurde im Jahr 1704 gegründet und viele der Pfahlhäuser am Fluss existieren seit 300 Jahren. Typisch für die Dong-Dörfern sind Wind-und-Regen-Brücken und hölzerne Trommeltürme. Diese Holzkonstruktionen wurden komplett ohne Nägel gebaut. Was beide Orte verbindet, ist die jahrhundertealte Holzbaukunst ethnischer Minderheiten sowie der Spagat zwischen Tradition und Tourismus, den sie täglich meistern müssen.

In diesem Beitrag teile ich meine Eindrücke von Fenghuang und den Dörfern der Dong-Minderheit – inklusive praktischer Tipps, damit du weißt, was dich erwartet und wie du das Beste aus deinem Besuch herausholst.

Fenghuang, die Stadt des Phönix

Fenghuang bedeutet «Phönix». Der Legende nach flog einst ein Phönixpaar über diese Gegend und fand sie so schön, dass es sich hier niederließ. Der chinesische Phönix hat nichts mit dem Feuervogel aus der griechischen Mythologie gemein. Er ist ein Glückssymbol und Fabelwesen, das zusammen mit dem Drachen das kaiserliche Paar bildet und die Kaiserin repräsentiert.

Fenghuang wurde 1704 als Militärposten der Ming-Dynastie gegründet. Die Stadtmauer mit ihren Tortürmen sollte die Region gegen Übergriffe der Miao-Minderheit schützen. Später entwickelte sich die Stadt zu einem Handelsplatz. Miao und Han-Chinesen lebten fortan gemeinsam hier. Bis heute prägt diese kulturelle Mischung das Stadtbild.

Das unverkennbare Wahrzeichen Fenghuangs, die imposante Phönixstatue, erhebt sich auf dem großen Platz am nördlichen Flussufer im Herzen der Stadt. Die Bronzeskulptur stellt den namensgebenden mythischen Vogel dar, der mit ausgebreiteten Flügeln in den Himmel zu steigen scheint. Mit einer Höhe von über zehn Metern dominiert sie den Platz und ist bereits von weitem sichtbar.

Stelzenhäuser und Brücken am Tuojiang

Der Tuojiang-Fluss fließt mitten durch die Altstadt. An seinen Ufern drängen sich die sogenannten Diaojiaolou, das sind Pfahlhäuser aus Holz, die auf Stelzen direkt über dem Wasser stehen. Manche von ihnen wirken, als würden sie schweben.

Über den Fluss spannen sich mehrere Brücken. Die Hongqiao-Brücke, auch Regenbogenbrücke genannt, ist eine überdachte Holzkonstruktion aus dem 14. Jahrhundert. Sie ist gesäumt von kleinen Läden und Teehäusern. Bei ihrem Anblick denkt man unweigerlich an die Ponte Vecchio in Florenz. Von der Hongqiao-Brücke aus siehst du die Wanming-Pagode, einen sechseckigen Turm mit geschwungenen Dächern, der im Jahr 1776 erbaut wurde.

Die moderne Fengyu-Brücke ist nachts spektakulär beleuchtet. Dazwischen liegen noch zwei weitere Übergänge für Abenteuerlustige. Auf dem schmalen Holzsteg, der sich knapp über dem Wasser befindet, kann es bei Gegenverkehr schon einmal sehr eng werden. Parallel dazu kannst du über eine Reihe Betonpfähle balancieren. Was nimmt man für das perfekte Foto nicht alles in Kauf!

Traditionelles chinesisches Dorf am Wasser
Stelzenhäuser

Neben den berühmten Brücken hat Fenghuang noch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die schmalen Gassen der Altstadt führen zu versteckten Tempeln und traditionellen Handwerksbetrieben. Besonders sehenswert ist der Wanming-Turm, der wie ein Wächter über der Stadt thront. Von hier oben hast du einen atemberaubenden Panoramablick über die Dächer von Fenghuang und den mäandrierenden Tuojiang-Fluss. Ein weiteres Highlight ist die Nordtorstraße (Beimen Street) mit ihren historischen Gebäuden und kleinen Geschäften. Hier kannst du silberne Schmuckstücke der Miao-Kultur, handgewebte Stoffe und lokale Kunsthandwerke als Souvenirs erwerben.

Unterkunftstipp: Das Wang Jiang Reclusive Boutique Inn liegt direkt am Tuojiang-Fluss im Herzen der Altstadt und verbindet traditionelle Pfahlhaus-Architektur mit modernem Komfort. Von den Zimmern mit Flussblick kannst du das Treiben auf dem Wasser und die beleuchteten Brücken beobachten. Die Einrichtung kombiniert dunkles Holz und antike chinesische Elemente mit zeitgenössischem Design. Trotz der zentralen Lage bieten die ruhigen Innenhöfe einen angenehmen Rückzugsort vom touristischen Trubel.

Die Stadtmauer und ihre Tore

Die gut erhaltene Stadtmauer von Fenghuang stammt aus der Ming-Dynastie. Sie ist etwa sechs Kilometer lang und umschließt die Altstadt. Mit ihren charakteristischen Tortürmen und Wachtürmen vermittelt sie einen Eindruck von der militärischen Architektur des alten China. Ein Spaziergang auf der Mauer offenbart spektakuläre Ausblicke auf die Altstadt und den Tuojiang-Fluss.

Die vier Haupttore – Nordtor, Südtor, Osttor und Westtor – sind besonders imposant und bieten hervorragende Fotomotive. Besonders sehenswert ist das Nordtor mit seinem gut erhaltenen Wachtturm. Von hier aus kannst du einen Rundgang auf der Mauer starten und die Stadt aus erhöhter Perspektive erkunden.

Museen: Huang Yongyu und Shen Congwen

Einer der kulturellen Höhepunkte von Fenghuang ist das Huang-Yongyu-Museum. Der 1924 in der Nähe von Fenghuang geborene chinesische Maler, Dichter und Karikaturist gilt als einer der bedeutendsten Künstler des modernen China. Er wurde durch seine ausdrucksstarken Tuschemalereien und satirischen Karikaturen bekannt, die auch während der Kulturrevolution für Kontroversen sorgten.

Auch das ehemalige Wohnhaus des Schriftstellers Shen Congwen ist heute ein Museum. Shen Congwen zählt zu den bedeutendsten chinesischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. In seinen Werken beschrieb er das Leben in seiner Heimat Westhunan so eindrucksvoll, dass viele Besucher die Stadt durch seine Augen erleben möchten.

Bootsfahrt bei Dämmerung

Eine der schönsten Erfahrungen in Fenghuang ist eine traditionelle Bootsfahrt auf dem Tuojiang. Die schmalen Holzboote werden von lokalen Bootsführern mit langen Stangen durch das seichte Wasser geschoben. Während der gemächlichen Fahrt siehst du die Stadt aus einer völlig neuen Perspektive. Die auf Stelzen stehenden Holzhäuser spiegeln sich im Wasser, während das Boot unter der Brücke hindurchgleitet. Besonders magisch sind die Fahrten in der Abenddämmerung, wenn die ersten Lichter der Stadt angehen und sich im Fluss widerspiegeln.

Essen in Fenghuang

Die Küche von Fenghuang ist von der Hunan-Küche sowie von den kulinarischen Traditionen der Miao geprägt. Ein gewagtes, aber unbedingt probierenswertes Gericht ist Ginger Candy Fish, ein süß-saures Fischgericht mit karamellisiertem Ingwer. Entlang der Flussufer reihen sich Restaurants, die fangfrischen Fisch aus dem Tuojiang zubereiten.

Auf den Straßenmärkten der Stadt erwartet dich ein besonderes kulinarisches Abenteuer. Hier werden Spieße mit gebratenen Insekten angeboten, zum Beispiel knusprige Heuschrecken, Seidenraupen, Skorpione und Käfer. Für westliche Besucher mag dies gewöhnungsbedürftig sein, doch für die lokale Bevölkerung sind diese proteinreichen Snacks eine alltägliche Delikatesse. Wer mutig ist, wird mit interessanten Geschmackserlebnissen belohnt. Die meisten Insekten werden stark gewürzt und knusprig frittiert, wodurch sie einen überraschend angenehmen Geschmack erhalten.

Insekten auf Spießen zum Essen
Heuschrecken und Maden

Mindestens genauso gewöhnungsbedürftig ist Stinktofu, den du schon von weitem an seinem charakteristischen Geruch erkennst. Der fermentierte Tofu riecht tatsächlich streng und auch die dunkelbraune bis schwarze Farbe ist gewöhnungsbedürftig. Manche vergleichen den Geruch mit dem von alten Socken oder vergorenem Käse. Frittiert und mit Chilisoße serviert, schmeckt er allerdings deutlich besser, als er riecht. Für viele Chinesen ist Stinketofu eine Delikatesse, für westliche Nasen hingegen eine echte Herausforderung. Wer sich traut, sollte ihn probieren. Allein schon, um mitreden zu können.

Was mich hingegen wirklich irritiert hat: In vielen Restaurants werden lebende Kröten in Aquarien gehalten. Sie dienen gleichzeitig als «Menükarte» für die Gäste und werden frisch zubereitet. Diese Praxis mag die lokale Esskultur widerspiegeln, in der Frische höchste Priorität hat. Für mich war der Anblick trotzdem verstörend.

In Fenghuang spielt Tee eine wichtige Rolle, vor allem der Phoenix Dancong Oolong-Tee, der in den umliegenden Bergen angebaut wird. In den traditionellen Teehäusern entlang des Flusses kannst du bei einer Teezeremonie entspannen und das geschäftige Treiben beobachten. Die Zeit vor der Dämmerung verbringe ich in einem hübschen Café direkt am Fluss. Guter Kaffee ist in China selten, umso mehr genieße ich meinen Flat White. Vom Fensterplatz aus beobachte ich das Treiben am Fluss und seinen Ufern. Touristen balancieren über die Betonpfähle und Boote gleiten vorbei.

Unter vielen Augen

Wer länger durch China reist, gewöhnt sich an die allgegenwärtigen Überwachungskameras. Sie gehören zum Stadtbild wie Straßenlaternen oder Verkehrsschilder. In Fenghuang überrascht mich jedoch, wie dezent sie gestaltet sind. Braun übermalt, passen sie sich der historischen Architektur an, als wollte man sie in der pittoresken Kulisse verschwinden lassen.

Fast. Denn wer genauer hinschaut, entdeckt sie überall. An strategischen Ecken hängen sie nicht einzeln, sondern gleich in Gruppen von fünf, acht oder sogar zehn Kameras nebeneinander, die jeweils in eine andere Richtung gerichtet sind. Jeder Winkel, jede Gasse und jede Brücke ist erfasst. Die romantische Bootsfahrt auf dem Tuojiang? Dokumentiert. Das Selfie vor der Hongqiao-Brücke? Gespeichert. Der Spaziergang durch die nächtlichen Gassen? Verfolgt.

Ein gewisses Unbehagen bleibt, vor allem, wenn man an den Datenschutz nach europäischem Verständnis denkt. Gleichzeitig muss man jedoch zugeben: Die Straßen sind sicher. Kleinkriminalität ist selten und Gewaltverbrechen nahezu inexistent. Die Chinesen selbst scheinen die Überwachung als fairen Tausch zu betrachten, Privatsphäre gegen Sicherheit. Als Besucher bleibt einem ohnehin nichts anderes übrig, als dies nüchtern zur Kenntnis zu nehmen. So ist es halt in China.

Nachtleben am Fluss

Tagsüber stehen die Architektur und die natürliche Schönheit im Vordergrund, doch erst nach Sonnenuntergang erwacht Fenghuang richtig zum Leben. Die alten Holzhäuser und Brücken werden bunt illuminiert und verwandeln die Stadt in ein Lichtermeer. Besonders die Spiegelungen im Fluss schaffen eine märchenhafte Atmosphäre.

Beleuchtete Häuser am Flussufer
Nachtleben am Fluss

Entlang der Flussufer öffnen zahlreiche Bars und Cafés, deren Terrassen sich über dem Wasser erstrecken. Aus den offenen Türen und Fenstern erklingt Livemusik. Manchmal klingt die Musik etwas schräg, so dass ich zuerst Karaoke vermutet habe. Und es ist wie immer in China laut.

Kostümfotos: Ein Kulturphänomen

In Fenghuang wirst du schnell bemerken, dass die Stadt ein beliebtes Reiseziel für chinesische Touristen ist. Viele von ihnen kommen hierher, um sich in traditioneller Miao-Tracht fotografieren zu lassen. An vielen Ecken kannst du bunte Trachten mieten und dich vor der malerischen Kulisse der Altstadt fotografieren lassen. Die leuchtend roten, blauen und silberbestickten Gewänder bilden einen fantastischen Kontrast zu den alten Holzhäusern.

Professionelle Fotografen bieten ihre Dienste an, aber auch improvisierte Fotoshootings unter Freunden sind allgegenwärtig. Auch ich werde gefragt, ob ich nicht ein Kostüm anziehen und mich fotografieren lassen möchte. Ich lehne dankend ab. Das Ganze ist ziemlich zeitaufwändig und «Langnasen» sehen dabei seltsam aus, wie ich finde. Diese Vorliebe für Kostümfotos ist Teil der chinesischen Reisekultur und für uns westliche Besucher ein interessantes kulturelles Phänomen.

Die Dong-Dörfer bei Sanjiang

Die Dong-Dörfer rund um Sanjiang bilden eine zusammenhängende kulturelle Landschaft, die sich für eine ausgiebige Erkundung lohnt. Von der berühmten Chengyang-Brücke aus erstreckt sich ein Gebiet, in dem mehrere Dörfer praktisch ineinander übergehen und gemeinsam eine größere Siedlungsstruktur bilden.

Der Chengyang-Bereich besteht aus mehreren eng miteinander verbundenen Dörfern, darunter Ma’an, Pingzhai, Yanzhai, Dongzhai und Jichang. Die natürlichen Gegebenheiten, wie Hügel, Reisfelder und Flussläufe, schaffen natürliche Grenzen, während die bebauten Bereiche nahtlos ineinander übergehen. Diese organisch gewachsene Siedlungsstruktur spiegelt die gemeinschaftsorientierte Lebensweise der Dong wider.

In vielen dieser Dörfer kann man traditionelle Handwerkskünste und Produktionsmethoden kennenlernen. Besonders interessant ist der Besuch einer der lokalen Brennereien, in denen Klebreiswein, auch Lao Jiu genannt, hergestellt wird. Dieser leicht süßliche Reiswein wird nach jahrhundertealten Methoden produziert und ist ein wichtiger Bestandteil der Dong-Kultur, insbesondere bei Festen und zeremoniellen Anlässen.

Wind- und Regenbrücken und Trommeltürme: Wahrzeichen der Dong-Kultur

In jedem Dong-Dorf stehen zwei architektonische Meisterwerke im Mittelpunkt: der Trommelturm und die Wind-und-Regen-Brücke. Der Trommelturm dient als zentraler Versammlungsort und symbolisiert den Wohlstand sowie den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft. Die mehrgeschossigen Holzkonstruktionen erreichen Höhen von bis zu 30 Metern und werden komplett ohne Nägel errichtet.

Die Wind-und-Regen-Brücken überspannen Flüsse und dienen als überdachte Ruheplätze und Treffpunkte. Die berühmteste von ihnen ist die Chengyang-Brücke, ein Meisterwerk der Holzbaukunst. Sie erstreckt sich über 64 Meter, wird von steinernen Pfeilern getragen und besteht vollständig aus Holz – ohne einen einzigen Nagel.

Die Chengyang-Brücke: Ein Meisterwerk ohne Nägel

Die 1912 fertiggestellte Chengyang-Brücke, auch Yongji-Brücke genannt, gilt als das schönste Beispiel der Dong-Brückenbaukunst. Fünf steinerne Pfeiler tragen die 64 Meter lange Holzkonstruktion, die sich elegant über den Linxi-Fluss spannt. Auf diesen Pfeilern erheben sich fünf mehrstöckige Pavillons mit charakteristisch geschwungenen Dächern, die an Pagoden erinnern.

Das Besondere: Beim Bau wurde kein einziger Nagel verwendet. Stattdessen greifen Hunderte von Holzbalken durch ein ausgeklügeltes Stecksystem ineinander – eine Technik, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die Holzkonstruktion ist so präzise gefertigt, dass sie seit über hundert Jahren Wind und Wetter trotzt.

Traditionelles chinesisches Dorf mit Brücke
Chengyang-Brücke

Die Brücke dient nicht nur als Flussübergang, sondern auch als sozialer Treffpunkt. An heißen Tagen spendet die überdachte Konstruktion willkommenen Schatten und bei Regen einen trockenen Unterschlupf – daher der Name «Wind-und-Regen-Brücke».

Zwischen Tradition und Tourismus

Sowohl die Altstadt von Fenghuang als auch die Dong-Dörfer bei Sanjiang befinden sich heute in einem Spannungsfeld zwischen bewährten Traditionen und den Einflüssen des wachsenden Tourismus. Die einzigartige Architektur der Holzbauten in Südchina und die kulturellen Traditionen ziehen jährlich Millionen von Besuchern an, was tiefgreifende Auswirkungen auf das lokale Leben hat.

In Fenghuang hat der Tourismusboom der letzten Jahrzehnte zu einer dramatischen Transformation geführt. Die malerischen Stelzenhäuser am Fluss, in denen früher lokale Familien lebten, beherbergen heute überwiegend Boutique-Hotels, Bars und Restaurants. Nachts verwandelt sich die einst beschauliche Altstadt in eine lebhafte Partyzone mit blinkenden Lichtern und lauter Musik. Die Hauptstraßen sind gesäumt von Souvenirläden, die oft ähnliche Waren anbieten, während traditionelles Handwerk zunehmend in den Hintergrund tritt.

Ähnliche Entwicklungen, wenn auch in kleinerem Maßstab, zeigen sich in den bekannteren Dörfern der Dong. Viele jüngere Dong wandern in die Städte ab, während gleichzeitig traditionelle Holzhäuser in Unterkünfte, Restaurants und Souvenirshops umgewandelt werden. In manchen Dörfern werden für Touristen kulturelle Aufführungen organisiert, bei denen Dong-Frauen in traditioneller Kleidung mehrstimmige Gesänge präsentieren oder handwerkliche Techniken vorführen. Daneben treffen sich die Einheimischen zum Kartenspiel oder für einen Schwatz.

Die Frage bleibt: Kann man diese Orte besuchen, ohne zur Zerstörung dessen beizutragen, was man bewundert? Eine einfache Antwort gibt es nicht. Doch wer mit Respekt kommt, sich Zeit nimmt und auch die weniger bekannten Ecken erkundet, trägt vielleicht ein kleines bisschen dazu bei, dass die Balance gelingt.

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Fenghuang und die Dong-Dörfer
Fenghuang
Autor:in
Carola ist eine leidenschaftliche Teilzeitnomadin, die ihren Vollzeitberuf mit Reiselust verbindet. Sie ist der Kopf hinter Travellingcarola und seit 2016 eine wahre Inspirationsquelle für alle, die die Welt entdecken wollen. In ihren authentischen Reiseberichten teilt sie einzigartige Erlebnisse und gibt praktische Tipps.

2 Gedanken zu „Fenghuang und die Dong-Dörfer, traditionelle Holzbauten in Südchina“

  1. Ein wirklich toller Artikel! Und die Fotos! Ich habe jetzt richtig Lust, endlich mal China zu erkunden. Seit Jahren geplant, nie gemacht bisher. Irgendwann schaffe ich es auch mal!
    Fenghuang am Abend schaut ja richtig schön aus. Kann mir gut vorstellen, da ein paar Drinks und mit Livemusik den Abend ausklingen lassen.
    Danke für den schönen Bericht!

    Antworten
  2. Liebe Carola,

    vielen Dank für deinen Bericht. China ist ein sehenswertes Land, keine Frage. Und deine Eindrücke und Bilder sind einfach traumhaft schön.

    Gleichzeitig finde ich es gut, dass du doch auch kritisch mit dem Thema Reisen und Tourismus auseinandersetzt. Das ist ein Gedanke den wir uns alle stellen sollten, sobald wir fremde Kulturen und Gegenden erkunden.
    Unabhängig davon, dass ich so groß gehypte Ziele mit massenhaft Touristen eher meide, sollten wir als Gäste dem Land und den Leuten auch etwas zurückgeben. Nicht den großen Ketten, sondern den „richtigen“ Menschen. Das kann ein Besuch in einem kleinen familiengeführtes Restaurant sein. Oder der Einkauf von Waren auf dem Markt, von dem auch die Einheimischen ihre Waren beziehen.

    Kurz: Danke, dass du die schönen Seiten des Landes zeigst, aber auch zum Nachdenken anregst. Sehr inspirierend. 🙂

    In diesem Sinne wünsche ich dir einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    Liebe Grüße, Lisa

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