China zieht einen sofort in seinen Bann: futuristische Wolkenkratzer in den Megastädten, traditionelle Hutongs und atemberaubende Karstlandschaften. Doch der Reisealltag hier? Der funktioniert komplett anders als in Europa. Da sind ein paar praktische Hinweise und China Reisetipps sehr hilfreich.
Zhangjiajie, ein kleines Restaurant. Ich studiere die Speisekarte. «Phönix spielt in den Wolken», «Glücklicher Drache im Lotusblatt», «Tanzende Perlen auf grünem Jade». Klingt poetisch. Aber was verbirgt sich dahinter? Die Übersetzungs-App lässt mich mit noch mehr Fragezeichen zurück. In diesem Moment wird klar: Hier brauche ich andere Strategien als auf meinen bisherigen Reisen.
Zwischen Hightech-Zahlungssystemen und traditionellen Hocktoiletten, zwischen allgegenwärtiger Überwachung und überraschend hilfsbereiten Einheimischen bewegt man sich in China oft wie in einer Parallelwelt. Was auf den ersten Blick kompliziert wirkt, lässt sich mit dem richtigen Wissen jedoch erstaunlich gut meistern.
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Alipay, Weixin Pay (WeChat) oder doch lieber Bargeld?
In puncto bargeldloses Bezahlen ist China dem Westen weit voraus. Selbst kleine Straßenhändler und Taxifahrer rechnen fast ausschließlich über QR-Codes ab. Die Super-Apps WeChat und Alipay haben in vielen Regionen Bargeld nahezu überflüssig gemacht.
Auch Reisende können an diesem digitalen Zahlungssystem teilhaben. Die Einrichtung von Weixin Pay oder Alipay solltest du unbedingt vor der Reise erledigen. Beide Apps erfordern eine chinesische Bankverbindung oder eine internationale Kreditkarte.
Das folgende Video informiert dich über die Einrichtung und Nutzung der Apps.
Einer der wichtigsten China Reisetipps: Lade beide Apps schon vor der Einreise herunter. Bei mir ist es zum Beispiel nicht gelungen, Alipay zum Laufen zu bringen. Die erste Zahlung klappte nicht, und danach war ich in einer Endlosschleife gefangen und sollte gefühlt hundertmal meine Identität bestätigen. Dabei hatte ich die App in Neuseeland bereits im Einsatz. Mit einer zweiten Option bist du auf der sicheren Seite.
Trotzdem solltest du immer ausreichend Bargeld mitführen! In kleineren Städten, auf Märkten oder wenn die Technik mal streikt, ist Bargeld sehr hilfreich. Yuan (auch RMB genannt) lassen sich problemlos an Bankautomaten abheben. Achte auf die Gebühren deiner Bank. Eine gute Faustregel ist, etwa 1000 Yuan (ca. EUR 125) mitzuführen.
In den meisten größeren Hotels und gehobenen Restaurants werden auch internationale Kreditkarten akzeptiert. Aber sollte man sich darauf verlassen? Das ist keine gute Idee. Selbst in Touristengebieten ist das nicht immer der Fall.
Überwachung und Zensur im Internet umgehen
Flughafen Peking, Zwischenstopp. Ich verbinde mich mit dem öffentlichen WLAN. WhatsApp lädt nicht. Google lädt nicht. Instagram lädt nicht. Die berüchtigte «Great Firewall of China» blockiert zahlreiche westliche Webseiten und Apps. Willkommen in China!
Eine Möglichkeit, um das zu umgehen, ist die Installation eins VPN-Diensts vor der Reise. In China selbst sind die App Stores für VPN-Apps blockiert. Ich nutze CyberGhost, es gibt aber auch andere zuverlässige Anbieter wie ExpressVPN oder NordVPN. Ein gutes VPN ist eine lohnende Investition. Ich kann aber alle verstehen, die dafür nicht extra Geld ausgeben möchten.
Der absolute Game-Changer ist eine eSIM eines ausländischen Anbieters. Der Datenverkehr läuft über ausländische Server und umgeht so die chinesische Zensur vollständig. Mit meiner eSIM funktionierte alles wie gewohnt. Google, WhatsApp, Instagram. Sogar Videoanrufe nach Hause waren kein Problem. Apps wie Airalo oder eSIM.io helfen dabei, den günstigsten Telekommunikationsanbieter im Land zu finden.
Im Zusammenhang mit der Überwachung machte ich bei der Identitätsprüfung für Alipay interessante Erfahrungen. Dafür musst du entweder ein Foto vor dir mit deinem Ausweis machen oder diesen aus der Fotogalerie hochladen. Dabei gibt es keine Möglichkeit, diesen Zugriff einzuschränken, du gibst dabei alles preis.
Trotz aller technischen Möglichkeiten, die Zensur zu umgehen, gilt eine Grundregel: Die chinesischen Behörden können Internetaktivitäten überwachen. Verzichtet daher auf politisch sensible Themen in der Online-Kommunikation. Respektiert die lokalen Gesetze. Die Nutzung von VPNs wird von Touristen zwar meist toleriert, ist aber offiziell nicht erlaubt. Also: Diskret bleiben.
Apps und Navigation, vergiss Google Maps
Eine ausländische eSIM ermöglicht zwar die Nutzung von Google Maps in China, allerdings werden deutlich weniger Informationen angezeigt als zu Hause. Restaurants oder Cafés in der Umgebung? Die Ergebnisse sind spärlich. Bewertungen? Fehlanzeige. Denn die Chinesinnen und Chinesen nutzen ihre eigenen Apps. Diese bieten einen enormen Mehrwert.
Baidu Maps ist das chinesische Pendant zu Google Maps. Es bietet detailliertere Karten für China, eine präzisere Navigation und aktuelle ÖPNV-Verbindungen. Die Benutzeroberfläche ist hauptsächlich auf Chinesisch, aber mithilfe der Übersetzungsfunktion des Smartphones kommt man zurecht. Für Restaurantempfehlungen ist Dianping die erste Wahl in China. Es ist deutlich umfangreicher als westliche Alternativen. Nahezu jedes Restaurant ist dabei – vom Straßenstand bis zum Luxusrestaurant. Neben Bewertungen gibt es Speisekarten, Fotos und häufig Rabattcoupons.
Meituan ist eine Allzweck-App für Restaurantbewertungen, Essenslieferungen und Tischreservierungen. Xiaohongshu (Little Red Book) war ursprünglich eine Shopping-App, heute ist es eine Lifestyle-Plattform für Restaurant- und Reisetipps. Eine Mischung aus Instagram und Yelp.
Der Tipp für westliche Reisende: Trip.com. Die App ist auch auf Englisch verfügbar und funktioniert quasi als chinesisches Pendant zu Booking.com und TripAdvisor in einem. Neben Hotel- und Flugbuchungen bietet sie Restaurantempfehlungen, Bewertungen und Sehenswürdigkeiten. So schlägt die App eine Brücke zwischen westlichen Gewohnheiten und chinesischen Inhalten. Besonders benutzerfreundlich für Touristen.

Fortbewegung mit DiDi, dem chinesischen Uber
DiDi Chuxing, oft einfach DiDi, ist Chinas Antwort auf Uber und mittlerweile der dominierende Fahrdienstvermittler im Land. Nachdem sich Uber 2016 aus dem chinesischen Markt zurückgezogen hat, hat DiDi praktisch das gesamte Terrain erobert und bietet eine bequeme Alternative zu herkömmlichen Taxis.
Um DiDi zu nutzen, benötigst du wie bei Uber oder Bolt die entsprechende App. Am besten lädst du sie schon vor der Reise herunter. Bei der Registrierung wird nach der Handynummer gefragt. Verwende die internationale Nummer mit Ländervorwahl – DiDi akzeptiert diese problemlos. Die Verifizierung erfolgt per SMS-Code. Die englische Version der App ist gut übersetzt und intuitiv bedienbar.
Die Nutzung von DiDi ähnelt stark der von Uber: Ziel eingeben, gewünschte Fahrzeugart wählen, geschätzten Preis und Ankunftszeit überprüfen und Buchung bestätigen. Für die Zahlung stehen mehrere Optionen zur Verfügung. Am einfachsten ist die Verknüpfung mit einer internationalen Kreditkarte wie Visa oder Mastercard. Alternativ gehen auch WeChat oder Alipay. Die größte Herausforderung ist auch hier die Sprachbarriere. Die App bietet jedoch eingebaute Übersetzungsfunktionen: vorab gespeicherte Standardnachrichten, eine Chat-Funktion mit Echtzeit-Übersetzung und die Möglichkeit, den Fahrer anzurufen (hier allerdings ohne Übersetzung).
DiDi ist in der Regel 10–20 % günstiger als herkömmliche Taxis und der Preis ist bereits vor Fahrtantritt bekannt. Die Bezahlung erfolgt automatisch über die hinterlegte Zahlungsmethode. Nach Abschluss der Fahrt kannst du ein Trinkgeld senden. Das ist in China zwar generell nicht üblich oder erwartet, aber die Option in der App ist analog zu westlichen Fahrdiensten. Die meisten Einheimischen nutzen diese Funktion selten, als Ausländer kannst du sie jedoch einen besonders guten Service belohnen. Danach erhältst du eine elektronische Quittung.
Fazit: DiDi funktioniert in chinesischen Metropolen und Touristenregionen hervorragend und ist besonders wertvoll, wenn Taxifahrer möglicherweise nicht anhalten würden, beispielsweise bei Regenwetter oder zu Stoßzeiten. Die Preistransparenz und die Möglichkeit, das Ziel ohne Kommunikationsprobleme anzugeben, machen DiDi zu einem unverzichtbaren Tool für China-Reisende. Vorausgesetzt, man hat eine stabile Internetverbindung.
Übersetzungs-Apps und ihre Grenzen
Die Sprachbarriere ist eine der größten Herausforderungen in China. Ohne Chinesischkenntnisse ist man auf technische Hilfsmittel angewiesen. Doch wie gut funktionieren diese wirklich?
Google Translate ist für Chinesisch nicht die beste Wahl. Deutlich besser ist Pleco, eine speziell für Chinesisch entwickelte App. Sie bietet nicht nur Textübersetzungen, sondern auch eine hervorragende Handschrifterkennung für Schriftzeichen sowie eine präzise Kamerafunktion. Speisekarten, Schilder oder andere Texte können direkt abfotografiert und übersetzt werden.
Interessant ist, dass viele chinesische Verkäufer und Servicekräfte spezielle Übersetzungsgeräte nutzen, nicht nur Smartphones. Diese kleinen Handgeräte sind speziell für den Handel mit Ausländern optimiert. In touristischen Gebieten oder Einkaufszentren gehören sie zur Standardausrüstung. Trotz dieser professionellen Tools kommt es regelmäßig zu Missverständnissen. Die größten Herausforderungen treten bei Gesprächen auf. Einfache Fragen nach dem Preis oder einem Ort werden zuverlässig übersetzt. Sobald es jedoch um komplexere Inhalte geht, werden die Übersetzungen ungenau oder sogar missverständlich. Die chinesische Sprache basiert stark auf Kontext und kulturellem Verständnis. Das stellt selbst moderne KI-Übersetzer vor Probleme.
In abgelegenen Regionen musst du zudem mit Dialekten rechnen, die selbst für Apps schwer zu erkennen sind. So unterscheidet sich das Mandarin aus Peking deutlich vom Kantonesischen in Guangzhou oder von den lokalen Dialekten in Sichuan.
Am besten ist, wenn du technische Hilfsmittel mit ein paar gelernten Grundphrasen kombinierst. Ein «Nǐ hǎo» (Hallo) oder «Xièxiè» (Danke) wird immer geschätzt und zeigt Respekt. Außerdem solltest du stets eine Visitenkarte des Hotels mitführen. Im Notfall kann sie den Weg zurückweisen, wenn alle technischen Mittel versagen.
Essen bestellen ohne Chinesischkenntnisse
In chinesischen Restaurants zu bestellen, kann ein echtes Abenteuer sein. In touristischen Gegenden gibt es oft Speisekarten mit Bildern oder englischen Übersetzungen. Sobald man sich jedoch abseits der ausgetretenen Pfade bewegt, wird es kniffliger. Dann ist die bildbasierte Bestellung der beste Freund. Viele Restaurants bieten Speisekarten mit Fotos an, auf die du einfach zeigen kannst.
Besonders praktisch sind die QR-Code-Bestellsysteme in modernen chinesischen Restaurants. Man scannt einfach den Code am Tisch, und die Speisekarte erscheint digital, oft mit Bildern. Allerdings benötigst du dafür manchmal eine chinesische App wie WeChat.
In der Praxis wirst du selbst mit Übersetzungsapps schnell an Grenzen stoßen. So erscheinen bei Speisekarten verwirrende Übersetzungen wie «Drachenbart wickelt Phönixfüße» (Teigtaschen mit gedämpften Hühnerfüßen), «Karamellisierte Berge und Flüsse» (frittierter Fisch mit süß-saurer Sauce) oder «Großmutters hausgemachter gedämpfter Schatz» (gefüllter Tofu). Selbst mit den besten Apps landest du gelegentlich vor einem Teller, der komplett anders aussieht als erwartet. Damit haben auch Vegetarier:innen zu kämpfen: Gerichte, die man eigentlich fleischlos erwarten würde, sind es in China oftmals nicht. So saß ich einmal vor Tofu, der mit Hackfleisch garniert war.
Wenn alle Stricke reißen, kannst du versuchen, dich umzuschauen. Was essen die Leute am Nachbartisch? Darauf zeigen und lächeln. Diese universelle Sprache funktioniert oft am besten.
Die chinesische Obsession mit heißem Wasser
In China wirst du eine seltsame Erfahrung machen. Egal, ob du dich in einem Restaurant, einem Hotel oder einem Zug befindest: Wenn du nach Wasser fragst, erhältst du es fast immer heiß oder zumindest warm. Selbst im Hochsommer bei schwülen 35 °C wird dir dampfendes Wasser serviert, anstatt der ersehnten kühlen Erfrischung.
Diese Vorliebe hat tiefe kulturelle Wurzeln. Nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) stört kaltes Wasser das Gleichgewicht von Yin und Yang im Körper und kann zu Verdauungsproblemen führen. Heißes Wasser hingegen soll die Durchblutung fördern, die Verdauung unterstützen und Giftstoffe aus dem Körper spülen. In der Mao-Ära wurde die Praxis, heißes Wasser zu trinken, zur nationalen Gesundheitskampagne, da sauberes Trinkwasser knapp war und durch Abkochen sterilisiert werden musste. Seitdem ist sie tief in der Alltagskultur verankert.
An öffentlichen Orten in China findest du deshalb überall Heißwasserspender. Die sind nicht nur für Instant-Nudelsuppen gedacht. Viele Chinesen tragen ihre eigenen Thermosflaschen mit heißem Wasser bei sich, eine praktische Gewohnheit, die auch immer mehr Reisende übernehmen. Öffne dich dieser kulturellen Besonderheit. Heißes Wasser ist nicht nur eine Frage der Gesundheit, sondern auch ein Zeichen der Gastfreundschaft. Die Chinesen bieten dir das an, was sie selbst für das Beste halten.
Trinkgeld: ja oder nein?
Die Trinkgeldgewohnheiten gehören zu den kulturellen Unterschieden, die westliche Reisende in China oft verwirren. Anders als in Europa oder Nordamerika hat China keine ausgeprägte Trinkgeldkultur. Doch die Globalisierung bringt auch hier langsam Veränderungen mit sich. Die Grundregel lautet jedoch: Trinkgeld ist nicht üblich.
In China wird so wie in Japan traditionell kein Trinkgeld erwartet. In lokalen Restaurants, bei Taxifahrern oder für Dienstleistungen im Alltag ist es völlig in Ordnung, den exakten Betrag zu bezahlen. In vielen Fällen kann ein angebotenes Trinkgeld sogar als unhöflich empfunden werden oder für Verwirrung sorgen. Der Hauptgrund dafür ist, dass ein guter Service als selbstverständlicher Teil der Arbeit betrachtet wird und nicht extra belohnt werden muss. Zudem gibt es in vielen Bereichen faire Grundlöhne, die nicht durch Trinkgelder aufgestockt werden müssen.
Generell gilt: Je lokaler und authentischer die Erfahrung, desto unüblicher ist Trinkgeld. In internationalen Kontexten kannst du dich eher an westlichen Standards orientieren. Ein häufiges Missverständnis ist, dass ein fehlendes Trinkgeld als Unhöflichkeit interpretiert wird – das Gegenteil ist der Fall! Wenn man sich an die lokalen Gepflogenheiten hält, zeigt man Respekt für die Kultur des Gastlandes und bringt niemanden in eine unangenehme Situation.
Toiletten in China
Die öffentlichen Toiletten können eines der unerwarteten Abenteuer einer China-Reise sein. Mit der richtigen Vorbereitung und Einstellung ist diese alltägliche Notwendigkeit jedoch problemlos zu meistern. In chinesischen Großstädten hat sich die Situation in den letzten Jahren deutlich verbessert. Da gibt es inzwischen moderne, saubere öffentliche Toiletten oder Harmoniehallen, wie Tourgudes sie gerne bezeichnen.
Der wichtigste Tipp vorweg: Führe immer Taschentücher oder Toilettenpapier mit! In vielen öffentlichen Toiletten wird kein Papier bereitgestellt oder es steht im besten Fall ein Spender am Eingang zur Verfügung, sodass du das Papier vor dem Betreten der Kabine mitnehmen musst. In China ist es üblich, benutztes Toilettenpapier in einen neben der Toilette stehenden Mülleimer zu werfen, nicht in die Toilette selbst. Das liegt an den oft älteren Abwassersystemen, die verstopfen können. Meistens weist ein mehrsprachiges Schild darauf hin. Auch Desinfektionsgel für die Hände sollte in der Tasche nicht fehlen. Seife ist nicht immer vorhanden und manchmal gibt es nicht einmal fließendes Wasser zum Händewaschen.
In modernen Einkaufszentren, internationalen Hotels und Restaurants, bei Touristenattraktionen oder an Bahnhöfen findet man fast immer westliche Sitztoiletten. Viele neuere Einrichtungen haben mittlerweile auch beides zur Auswahl. Schilder mit «Western Style» oder entsprechenden Piktogrammen weisen darauf hin. In ländlicheren Gebieten oder älteren Stadtvierteln trifft man jedoch häufig auf traditionelle «squatting toilets», also Hocktoiletten. Die Benutzung erfordert ein wenig Übung, hat in Sachen Hygiene aber auch Vorteile.
Sicherheit im Alltag
China zählt zu den sichersten Reiseländern weltweit, insbesondere was Gewaltkriminalität betrifft. Selbst nachts kannst du dich in den meisten Städten sicher bewegen, auch als alleinreisende Frau. Dazu tragen die starke Polizeipräsenz und das engmaschige Überwachungssystem bei. Trotzdem solltest du, wie in jeder fremden Umgebung, ein gesundes Maß an Vorsicht walten lassen.
Gewaltverbrechen sind zwar selten, aber Diebstähle können vorkommen, insbesondere an touristischen Hotspots, in überfüllten U-Bahnen oder auf Märkten. Halte deine Wertsachen deshalb nah am Körper, idealerweise in verschließbaren Innentaschen. Die «Teehaus-Masche» ist weit verbreitet: Freundliche «Studenten», die Englisch üben wollen, locken dich in ein traditionelles Teehaus ein, wo du am Ende eine horrende Rechnung für ein paar Tassen Tee erhältst. Lehne solche Einladungen höflich ab. Auch gefälschte Produkte werden oft als echt verkauft. Sei bei ungewöhnlich günstigen Angeboten für Luxusartikel skeptisch.
Der Straßenverkehr in China folgt anderen Regeln als in Europa. Fußgänger haben selten Vorrang, auch an Zebrastreifen nicht. Rechne außerdem mit unerwarteten Fahrmanövern von E-Bikes oder Rollern, die oft auf Gehwegen fahren.
Viele Sicherheitsrisiken kannst du vermeiden, indem du dich an die lokalen Regeln hältst. Äußere dich nicht öffentlich kritisch über politisch sensible Themen. Fotografiere keine militärischen Einrichtungen oder Kontrollpunkte. Respektiere religiöse Stätten und deren Verhaltensregeln. Mit gesundem Menschenverstand und normaler Reisevorsicht kannst du dich in China außerordentlich sicher bewegen – sicherer als in vielen westlichen Metropolen.



Hallo Carola,
deine Berichte über unsere gemeinsame Reise „Traumhaftes Südchina“ sind sehr treffend und informativ.
Deine Beschreibungen wecken schöne Erinnerung, wir haben viel erlebt, trotz des mystischen Wetters.
Ich freue mich auf deinen nächsten Reisebericht.
Liebe Grüße Brigitte ( ich hatte immer Diskussionen mit meinem Mann über das idealeFoto!)
Liebe Brigitte,
ich freue mich sehr, dass du mitliest und einen Kommentar hinterlassen hast. China war schon ein eindrückliches Erlebnis. Hoffentlich wart ihr am Ende mit der Ausbeute eurer Fotos zufrieden! Ich wünsche euch noch viele tolle Reisen.
Viele Grüße
Carola