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Azoren: Wanderungen und Entdeckungen auf Sao Miguel

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Der Sommer 2020 lässt keine großen Sprünge zu. Auf der Suche nach einem «sicheren» Reiseziel, das in der Schweiz nicht auf der Liste mit Quarantänepflicht für Einreisende steht, lande ich bei und kurze Zeit später auf den Azoren, genauer gesagt in Ponta Delgada der Hauptstadt von Sao Miguel. Die Inselgruppe im Atlantik steht schließlich schon länger auf meiner persönlichen Wunschliste.

Perlen im Atlantik

Die neun Inseln des Archipels lassen sich aufgrund der Entfernungen unmöglich alle während einer zweiwöchigen Reise erkunden. Es heißt also, eine Auswahl zu treffen. Das ist alles andere als einfach. Ich entscheide mich für Sao Miguel, das in der südöstlichen Inselgruppe liegt und vier Inseln der Grupo Central (Terceira, Sao Jorge, Faial und Pico). Corvo und Flores plane ich zu einem späteren Zeitpunkt einen Besuch abzustatten.

Die Natur auf den Azoren ist spektakulär: Vulkankegel, atemberaubende Steilküsten, Grün in allen Schattierungen, Naturpools, Sicheltannenwälder oder Hortensien, Gelbschnabel-Sturmtaucher, Kühe und Wale. Mehr über die Vielfalt der Azoren und die schönsten Wanderungen auf Sao Miguel kannst du in den folgenden Zeilen nachlesen.

Azoren, Wissenswertes zur Wetterküche Europas

Wie von Zauberhand verstreut liegen die neun Inseln der Azoren mitten im Atlantik, etwa auf halben Weg zwischen Europa und Amerika. Mehrere tausend Kilometer vom portugiesischen Festland entfernt, wirkt die Inselgruppe etwas verschlafen, wurde gleichzeitig aber auch nicht vom Massentourismus vereinnahmt. Das liegt unter anderem an den fehlenden Sandstränden. Dafür kommen Wanderer und Naturliebhaber hier voll auf ihre Kosten. Immerhin gibt es auf den Azoren mehr als 70 markierte Wanderwege und Touren jeden Schwierigkeitsgrades.

Feuriger Ursprung und Entdeckung dank des Windes

Sämtliche Azoren-Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Die Inseln sind Teil des Mittelatlantischen Rückens und liegen so wie Island teilweise auf der amerikanischen und teilweise auf der eurasischen Kontinentalplatte. Santa Maria gilt mit etwa 15 Millionen Jahren als die älteste Insel des Archipels. Pico hingegen trat erst vor 250.000 Jahren an die Oberfläche. Bedingt durch die Plattentektonik ist die Region durch Vulkanismus geprägt.

So zählen die Azoren auch heute noch 26 aktive Vulkansysteme. Derzeit ruhen oder schlafen alle, sodass ein Ausbruch nicht zu befürchten ist. Der letzte Ausbruch war der des Capelinhos 1957 vor der Westspitze der Insel Faijal. Das letzte schwere Erdbeben traf die Azoren, insbesondere Terceira, Sao Jorge und Graciosa 1980. Heute findet man überall auf den Inseln Spuren vulkanischer Tätigkeiten. Sie prägen die Landschaft: Basalt und Tuffgestein, fruchtbare Vulkanerde als perfekter Boden für üppige Vegetation, Lavafelder, Kraterseen, Fumarolen und Höhlen.

Entdeckt wurden die Azoren von Diego de Silves, der im Auftrag von Heinrich dem Seefahrer unterwegs war und das Ende der Welt suchte. Er landete zu Beginn des 15. Jahrhunderts auf Santa Maria.

Zwischen Azorenhoch und vier Jahreszeiten an einem Tag

Mit wiederkehrender Regelmäßigkeit beschäftigt das Azorenhoch im Frühsommer Meteorologen und die Bewohner Mitteleuropas. Verspricht doch ein stabiles Hochdruckgebiet, das sich hier im Atlantik bildet, einen heißen, trockenen und beständigen Sommer in unseren Breiten.

Azoren, die Wetterküche Europas

Es wäre aber verkehrt, dieses Wetter auf den Azoren zu erwarten. Hier steckt man nämlich mitten in der Wetterküche Europas und kann die Arbeit der Küchenchefs live miterleben. Nicht umsonst gibt es auf den Azoren die Redewendung, dass man vier Jahreszeiten an einem Tag erleben kann. Ganz so schlimm ist es zwar nicht, aber mit Sturm, Regen und Nebel musst du überall rechnen, selbst wenn Minuten später oder ein paar Meter weiter wieder die Sonne scheint.

Während meines zweiwöchigen Aufenthalts ist es überwiegend sonnig. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit bilden sich aber auch schnell Nebel und Wolken. Zwei Tage lang macht uns der Regen einen Strich durch die geplanten Wanderungen.

Ideale Reisezeit und Anreise

Die autonome Region Azoren gehört zu Portugal und ist nur per Flug zu erreichen. Es gibt keinen Personenschiffsverkehr zu den Azoren. Mittlerweile verfügen mit Ausnahme von Cervo alle Inseln über moderne Flughäfen. Der einzige internationale Flughafen befindet sich in Ponta Delgada auf der Hauptinsel Sao Miguel. Meist handelt es sich bei den Flügen um Umsteigeverbindungen via Lissabon. Aktuell fliegen TAP Air Portugal, SATA Air Acores, Air France und Ryanair auf die Azoren. Zwischen den Inseln ist man auf den kürzeren Strecken per Fähre oder den Propellerflugzeugen Bombardier Q400 (ehemals Dash 8) von SATA unterwegs.

Durch das unberechenbare Wetter auf den Azoren gilt grundsätzlich immer die Empfehlung nicht erst am Tag des Rückflugs auf Sao Miguel anzureisen. Die letzte Nacht verbringt man sicherheitshalber besser auf der Insel.

Das subtropische Klima auf den Azoren führt zu geringen Temperaturunterschieden zwischen den Jahreszeiten. Die Winter sind mit circa 17° C eher mild, im Sommer klettert das Thermometer nicht über 27°C. Somit eignen sich die Azoren eigentlich als Ganzjahresdestination, wobei es in den Wintermonaten häufiger regnet. Dann begegnet man auf den Azoren nur wenigen Touristen. Am beständigsten ist das Wetter von Juli bis September. Im Juli und im August verwandelt die Hortensienblüte die Inseln in ein blau-violettes Blumenmeer. Die beste Zeit, um Wale zu beobachten, ist von April bis Oktober. Dann sind sowohl Pottwal-Weibchen mit ihren Jungtieren hier und auch Blau- und Finnwale können gesichtet werden.

Wanderungen und Entdeckungen auf Sao Miguel

Sao Miguel ist mit einer Länge von 60 Kilometern die größte und wohl auch vielfältigste Insel der Azoren. Hier kann man gut und gerne eine Woche oder mehr verbringen, ohne dass es langweilig wird. Ich bin für insgesamt vier Tage auf Sao Miguel und möchte neben den üblichen Sightseeing-Touren vor allem ein paar Wanderungen unternehmen.

Die Inselhauptstadt Ponta Delgada

Sehenswertes

Ich möchte der Hauptstadt der Azoren ja nicht unrecht tun, aber Ponta Delgada hat mich von allen besuchten Inselstädten am wenigsten überzeugt. Die Gebäude sind typisch für die Azoren in Weiß und Schwarz gehalten. Neben einigen sehr schönen historischen Gebäuden gibt es auch eine ganze Reihe von Bausünden. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die verzierten Gehwege. In den weißen Kalkstein werden mit schwarzem Basalt kunstvolle Motive eingelegt. Dies kenne ich bereits von Funchal auf Madeira.

Die Inselhauptstadt ist schnell erkundet. Man schlendert entweder der Hafenpromenade zwischen dem Forte de Sao Bras (Militärmuseum) bis hin zum Freibad und Yachthafen entlang oder bummelt durch die engen Gassen der Altstadt. Im Zentrum sind einige davon sogar Fußgängerzone.

Der Largo de Goncalo Velho Cabral ist der zentrale Platz von Ponta Delgada. Hier steht auch das berühmte Stadttor Portas da Cidade, das heute so etwas wie das Wahrzeichen der Stadt ist. Neben den diversen Kirchen lohnt sich ein Besuch im lauschigen Stadtgarten Jardim António Borges. Der Park ist sehr schön angelegt, zu sehen gibt es eine romantische Grottenlandschaft und einen gigantischen Gummibaum.

Einkaufen

Der Mercado da Graça ist der ideale Ort um ein paar kulinarische Mitbringsel zu erstehen. Er ist zwar nicht so stilvoll wie die bekannten Märkte in Spanien, ein Besuch lohnt sich allemal. Außerdem findet man in Ponta Delgada einen Shop der portugiesischen Konservenfabrik Comur. Im einzigen Einkaufszentrum der Azoren, dem Parque Atlântico, kann man sich bei Schlechtwetter die Zeit vertreiben.

In einem Vorort von Ponta Delgada lockt die Ananasplantage Arruda. Der Besuch ist kostenlos. Die Anlage und der zugehörige Shop sind sehr schön. Bei einem Spaziergang durch die Gewächshäuser erfährt man viel Interessantes über Ananas und ihren Anbau.

Essen und Ausgehen

Die Küche der Azoren ist bodenständig und eher herzhaft. Es gibt frischen Fisch und heimisches Rindfleisch. Vegetarische Gerichte sowie viel frisches Gemüse oder Salat sucht man auf den Speisekarten oftmals vergeblich. Immerhin bieten einige Restaurants zumindest ein bis zwei vegetarische Gerichte (Omelette oder Pasta) an. Eine löbliche Ausnahme stellt da das Rotas da Ilha Verde. Hier wird kreativ gekocht und ich esse vorzügliche mit Tofu gefüllte Auberginenröllchen. Plätze im Freien oder Terrassen findet man auf den Azoren ebenfalls eher selten.

Ausschweifendes Nachtleben darf man selbst in Ponta Delgada nicht erwarten. Immerhin finden hinter der Kathedrale am Wochenende fallweise Konzerte statt. Ein beliebter Treffpunkt ist der Mole Portas do Mar mit seinen Restaurants und Bars.

Wanderung entlang des Kraterrandes vom Vista do Rei nach Sete Citades

Unsere erste Wanderung führt uns in den Inselwesten nach Sete Citades, die berühmteste Kraterlandschaft der Azoren. Auf dem Weg zum berühmten Aussichtspunkt Vista do Rei begegnet uns erst einmal eine Wandergruppe der anderen Art. Eine Herde Kühe ist auf der Straße unterwegs zu einer anderen Weide. Damit muss man auf den Azoren, wo es mehr Kühe als Einwohner gibt, immer rechnen. An besagtem Aussichtspunkt sticht erst einmal die Hotelruine des ehemaligen 5-Sterne-Hotels Monte Palace ins Auge. Schön ist anders. Und auch als Lost Place gibt der Betonbunker wenig her. Zwar sind immer noch Influencer im Gebäude unterwegs, meiner Meinung nach lohnt sich das aber nicht.

Ein paar Meter weiter offenbart sich vom Vista do Rei eine fantastische Aussicht auf den Lagoa Azul und den Lagoa Verde. Die beiden Seen sind durch einen schmalen Durchlass verbunden beziehungsweise durch eine Brücke getrennt. Während der kleinere Lagoa Verde durch Reflexionen und Streuung von im Wasser befindlichen Teilchen grün schimmert, erscheint der Lagoa Azul blau. Entstanden sind der Krater und die Seen durch eine Vulkanausbruch. Eine Legende erzählt von zwei Liebenden, einer Prinzessin und einem Hirten, die hier ihre Tränen vergossen. Im Corona-Sommer 2020 sind wir an diesem Aussichtspunkt sozusagen alleine, keine Reisebusse und keine Touristengruppen stören das Bild.

Wir wandern mit Ausblicken auf die Küste entlang des Kraterrandes und später hinunter zum Dorf. Die kurze Tour ist etwa 8 Kilometer lang, hat keine nennenswerten Aufstiege, aber 350 Meter Abstieg. Mit Staunen und Fotografieren ist man zweieinhalb bis drei Stunden unterwegs.

Bei der Weiterfahrt zum Lago de Santiago, der mittlerweile aufgrund von Algen grün erscheint, schlägt das Wetter um. Damit verschwindet auch der wohl spektakulärste Aussichtspunkt auf den Krater, der Boca do Inferno (Höllenschlund) mit Blick über alle drei Seen im dichten Nebel.

Wanderung zum mystischen Fogosee

Am zweiten Tag geht es in die Mitte der Insel Sao Miguel, zum berühmten Lagoa do Fogo. Diesen kann man zum Beispiel vom Miradouro do Pico da Barrosa aus bewundern. Wir wollen ihn aber erwandern und starten unsere Rundwanderung in der Nähe der Ortschaft Água de Alto. Zudem ist diese Tour nicht so überlaufen wie der Abstieg am Nordufer.

Die Wanderung führt vorerst über einen Feldweg durch Weidelandschaft und bietet eine schöne Aussicht auf die Küste und die Insel Ilhéu de Vila Franca do Campo. Danach folgt eine Strecke entlang einer alten Levada. Schön spiegelt sich die Vegetation in dem ruhig dahin fließenden Wasser. Später erreichen wir eine weitläufige Ebene mit dem Wasserwerk. Die Landschaft ist heideartig. Nach einem kurzen Anstieg liegt der «Feuersee» vor uns.

Es handelt sich um den höchst gelegenen See der Insel. Mit seinem klaren Wasser inmitten mächtiger zerklüfteter Steilwände ist er wirklich eindrücklich. Gleichzeitig ist der Vulkankessel um den Lagoa do Fogo die jüngste Caldeira der Azoreninsel São Miguel. Bevor wir den Rückweg antreten steigen wir hinunter zu einem kleinen Strand, wo wir eine kleine Pause machen.

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Die einzige Teeplantage Europas

Ich bin keine Teetrinkerin. Dennoch kann ich dir einen Besuch auf der ältesten und zurzeit einzig verbliebenen Teeplantage Europas empfehlen. Schließlich verbindet man die Azoren kaum mit Tee- oder Kaffeeanbau. Das Familienunternehmen Ghà Gorreana baut hier an den Hängen zwischen Maia und São Bras im Norden der Insel seit 1883 Tee an und verarbeitet ihr direkt.

Einen Spaziergang oder eine kleine Wanderung durch die Teeplantagen lässt sich wunderbar mit einer Besichtigung der Produktionshallen verbinden. Hier sind noch einige antik anmutende Maschinen im Einsatz und man darf den Angestellten direkt bei der Arbeit zusehen. Im Fabrikladen kannst du dann noch etwas von diesem Weltklasse-Tee kaufen. Es gibt Schwarz- und Grüntee, sowie andere kleine Andenken. Selbst der Preis für 100g des Orange Pekoe Black Teas ist mit unter 5 Euro erstaunlich günstig.

Lagoa das Furnas, Cozido, heiße Quellen und Terra Nostra Park

Der dritte große Kratersee auf Sao Miguel liegt im Westen der Insel. Wir starten am Miradouro do Pico do Ferro, von wo aus man eine atemberaubende Aussicht auf den See hat. Der Abstieg hinunter zum Lagoa das Furnas mit seinen heißen Quellen ist relativ steil. Dafür ist die Rundwanderung um den See dann umso gemütlicher.

Bereits vom Aussichtspunkt oberhalb des Sees sehen wir die Dampfschwaden der Fumarolas. Am Nordufer des Sees dampft und brodelt es noch ordentlich. Über Holzstege kommt man den dampfenden Schlamm- und Wasserlöchern relativ nahe. Im Gegenzug muss man den intensiven Schwefelgeruch ertragen. Verglichen mit Krafla auf Island oder dem Nationalpark Rincon de la Vieja in Costa Rica sind die heißen Quellen hier am Lagoa das Furnas wenig spektakulär.

Interessant ist allerdings ein anderes Schauspiel. Die Einheimischen nutzen die Fumarolas nämlich zur Zubereitung des Cozido das Caleiras. Cozido ist ein Eintopf aus verschiedenen Fleischsorten, Würsten, Kartoffeln, Kohl und anderem Gemüse, der in Töpfen sechs bis sieben Stunden lang in Erdlöchern gegart wird. Gegen Mittag kommen die Mitarbeiter der Restaurants von Furnas und ziehen die Töpfe mit langen Haken aus der Erde.

Wir verspeisen unseren Cozido in Tony’s Restaurant. Als absolute Premiere hat man hier extra einen rein vegetarischen Cozido für uns zusammengestellt. Das rechne ich den Köchen zwar sehr hoch an, ein bahnrechendes Geschmackserlebnis ist der Mischmasch aus Weiß- und Grünkohl, Karotten, Kartoffeln und Yams allerdings nicht.

So gestärkt erkunden wir den Kurort Furnas. Furnas ist die einzige Stadt auf Sao Miguel, die im Landesinneren liegt. Im Osten des Dorfes befinden sich einige heiße Mineralquellen. Das Wasser weist ganz unterschiedliche Farben auf. Hier wird zum Beispiel Mais in Säcken gegart. Bei einem kleinen Spaziergang kommt man auch an mehreren Brunnen vorbei, wo man kohlensäurehältiges, warmes Mineralwasser probieren kann.

Furnas wird von zwei Flüssen durchzogen, der eine ist rostbraun und warm, der andere kristallklar und kalt. Entlang des Flusses gibt es verschiedene kleine Badebecken, die Poça da Dona Beija. Wir entscheiden uns für einen Besuch im Terra Nostra Park und dem dortigen Thermalbecken. Die Anlage ist wunderschön. Das 38° Celsius warme braune Wasser ist allerdings ein wenig gewöhnungsbedürftig. Nach der coronabedingten Sperrung ist es wieder zugänglich, wenngleich Umkleiden und Duschen nicht geöffnet sind. Neben dem Hinweis, dass man nicht zu lange im Wasser bleiben sollte, empfehle ich, nicht den neuesten Bikini oder Badeanzug zu tragen. Das eisenhaltige Wasser kann nämlich dauerhafte Spuren hinterlassen.

Der Terra Nostra Park selbst gilt als eine der schönsten Parkanlagen der Azoren. Die Vielfalt an Pflanzen und Bäumen und die wunderschöne Natur sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Entweder du folgst den ausgeschilderten Pfaden oder lässt dich einfach treiben.

Praia de Água d’Alto und Lagoa do Ilhéu de Vila Franca do Campo 

Die Azoren sind keine typische Badedestination. Hier kann man eigentlich von Glück reden, denn so blieben sie bisher von den Auswirkungen des Massentourismus weitgehend verschont. Auf Sao Miguel gibt es einige natürliche Meeresbecken und ein paar wenige, meist dunkle, Strände. Nur auf Santa Maria findest du einige helle Sandstrände und Badebuchten.

Wer ausgehende von Ponta Delgada dennoch eimal einen halben Tag am Strand oder beim Baden verbringen möchte, kann dies am breiten Sandstrand von Praia Água d’Alto tun. Der Strand ist gepflegt und verfügt über Sanitäranlagen und eine kleine Cafeteria. Selbst im Hochsommer wird es hier nicht allzu voll und das Wasser ist angenehm warm.

Einzigartig ist ein Besuch auf der Ilhéu de Vila Franca do Campo. Die Lagune liegt etwa einen Kilometer vor der Küste der Ortschaft Vila Franca do Campo und ist aus einem alten unterirdischen Vulkan entstanden. Hier hat auch bereits einige Male das Red Bull Cliff Diving stattgefunden. Auf der Insel befindet sich ein nahezu rundes Naturschwimmbecken, das mit einem engen Durchlass mit dem Meer verbinden ist. Zu erreichen ist die Insel mit einer regelmäßigen Bootsverbindung vom Hafen aus. Dabei ist auch der Eintritt ins Naturschutzgebiet zu zahlen.

Am Hafen findest du außerdem einige Anbieter, die Schnorchelausflüge oder Fahrten mit dem Glasbodenboot organisieren. So lässt sich die Unterwasserwelt bestens erkunden.

Weitere Wanderungen und Weiterreise

Eine Zusammenstellung neun schöner Wanderungen auf Sao Miguel findest du bei Travelinspired.

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Für uns geht es am vierten Tag frühmorgens per Flug weiter auf die Insel Terceira (zwei Nächte). Von dort aus fliegen wir nach Sao Jorge (drei Nächte). Mit der Fähre setzen wir am Abend über nach Faial und Pico, wo wir vier Nächte bleiben. Den letzten Tag verbringen wir nochmals auf Sao Miguel. Auf allen Inseln sind weitere Wanderungen geplant.

Azoren Sao Miguel Wanderung zum Miradouro da Boca da Inferno
Azoren: Wanderungen und Entdeckungen auf Sao Miguel 2

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