Shopping in Mailand

Städtereisen

Mailand, Milano, das Finanz-, Medien-, Kultur- und Modezentrum in der Lombardei, ist von der Zentralschweiz sowohl mit dem Zug als auch mit dem Auto leicht zu erreichen, sodass ein Tagesausflug zum Shopping in Mailand zwar ambitioniert, aber durchaus möglich ist. Im Frühsommer 2016 ist es dann auch eine Flucht vor dem nasskalten Wetter in der Schweiz und die Gelegenheit ein wenig Italianità zu schnuppern.

Damit meine ich die in der Schweiz übliche Bedeutung des Begriffs. Italianità als Ausdruck italienischer Lebensart und des Dolce Vita mit Pizza, Pasta, Gelatti, Espresso und Wein, Vespa und die alten italienischen Schlager, die bei mir so schöne Kindheitserinnerungen an die Familienurlaube an der oberen Adria wach werden lassen.

Ich vermisse die Zeiten, als eine Reise in eine fremde Stadt oder ins Ausland immer auch bedeutete, etwas ein ganz besonderes Kleidungsstück oder ein Paar Schuhe mit nach Hause zu bringen, etwas das bei uns eben nicht gab, etwas für das man beneidet wurde und mit dem man aus der Masse herausstechen konnte. In Italien war die Ausbeute meist ziemlich gut. Schließlich ist für Italienerinnen und Italiener Mode nicht einfach Nebensache, eine gepflegte und elegante Erscheinung gehört einfach dazu. Leider hat auch in Italien der internationale Einheitsbrei der großen Modeketten à la ZARA, Mango, H&M und Co Einzug gehalten. Aber daneben gibt es auch noch einige kleinere Boutiquen, italienische Labels und vor allem Schuhgeschäfte.

Wäre ich nicht auch schon für längere Zeit in Mailand gewesen, würde ich mich mit einem Tag in der Stadt nicht zufrieden geben. Die Stadt hat so viel zu bieten und zu entdecken, das Dach des Doms, das Bera-Viertel, die Scala, das Castello, die Kirche Santa Maria delle Grazie, das letzte Abendmahl, Kunst, Kultur, richtig gute Restaurants … Selbst an einem Shoppingtag kommt man am Dom und der Galleria Vittorio Emanuele II sowieso nicht vorbei. Für mich gehört dann immer auch ein Abstecher ins Stadtviertel Navigli mit dazu.

Shopping in Mailand: mein Tagesprogramm

Selbstverständlich liebe ich Kleider und teilweise bin ich auch ziemlich maßlos und verfalle in einen Shoppingrausch, aber ich lebe nach den Leitsprüchen «collect moments not things» und «I’d rather have a passport full of stamps than a house full of stuff». Entsprechend gebe ich mein Geld lieber für Reisen als für Klamotten aus. Und deshalb führt mich meine Tour durch Milano auch nicht ins Quadrilatero D‘Oro, das luxuriöse Herz Mailands. Designermode kann ich nicht allzu viel abgewinnen, nicht einmal dann, wenn sie im Outlet zu reduzierten Preisen angeboten wird.

Wie es sich gehört, starte ich im Herzen der Stadt beim Duomo. Jedes Mal bin wieder beeindruckt von seiner Größe und Schönheit. Trotz eventuell langer Wartezeiten würde ich jedem, der das noch nicht gemacht hat, empfehlen aufs Dach des Domes zu fahren. Dort kann man zwischen filigranen Türmchen, Bögen und Wasserspeiern herumlaufen und hat außerdem noch eine wunderbare Aussicht auf den Domplatz und die umliegenden Straßen.

Nach einem Abstecher auf den Corso und in die Galeria Vittorio Emanuele II mache ich dann vor allem die Via Torino und den Corso di Porta Ticinese unsicher. Hier finden sich nicht die teuren Designerboutiquen, sondern viele kleinere persönlich geführte Läden.

Bis zur Porta Ticinese und den Kanälen von Navigli kann man gut zu Fuß gehen und kommt dabei auch noch an den Colonne di San Lorenzo vorbei. Für die etwas Bequemeren gibt es auch die Straßenbahn, mit der die ganze Strecke oder Teile davon zurücklegen kann. In der Via Torino und auf dem Corso die Porta Ticinese hat es meiner Meinung nach ganz toll Schuhgeschäfte, die Öffnungszeiten sind allerdings nicht durchgehend und man muss mit längeren Sperren über die Mittagszeit rechnen.

Aber da gönne ich mir sowieso eine Pizza. Das gehört einfach dazu. Nirgends schmeckt Pizza so köstlich wie in Italien. Im Navigli-Viertel kann man dabei direkt am Wasser sitzen. Das hat sogar ein bisschen etwas von Venedig. Später am Nachmittag schlenderte ich dann (bereits mit einigen Tüten bepackt) durch die Via Dante, bevor es nach einem köstlichen italienischen Eis am frühen Abend wieder zurück in die Schweiz geht.

Sehenswürdigkeiten in Mailand

Jemanden, der nicht ausschließlich zum Shopping nach Mailand kommt, empfehle ich außerdem noch eine Führung durch das berühmte Opernhaus, die Mailänder Scala und selbstverständlich Da Vincis Meisterwerk «Das Abendmahl». Das muss man in Mailand einfach gesehen haben.

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