Genf oder mit «Invited by Geneva» einmal gratis übernachten

Hotel

Im Mai lancierte Genf Tourismus zusammen mit verschiedenen Partnern die Werbekampagne «Invited by Geneva», bei der es insgesamt 1000 Übernachtungen in Genf, unter anderem in den besten 5-Sterne-Hotels, zu gewinnen gab.

Ein Glückskind wie ich lässt sich das selbstverständlich nicht entgehen. Und tatsächlich zähle ich auch diesmal zu den Gewinnern. Jetzt heißt es schnell sein, da die besten Hotels und beliebtesten Termine natürlich schnell weg sind. Und so entscheide ich mich ohne groß nachzudenken für ein Wochenende Mitte August und das Le Richemond Dorchester Collection, das bei booking.com eine Bewertung von 8,9/10 hat und regulär etwa CHF 700,- inklusive Frühstück kostet. Was für eine wunderbare Gelegenheit, etwas Zeit mit einer Studienkollegion zu verbringen.

Das Hotel Le Richemond Dorchester Collection in Genf

Das Hotel liegt gleich beim Brunswick-Monument etwas zurückversetzt vom Quai du Mont-Blanc in einer ruhigen Seitenstraße. Die Lage ist also sehr gut. Da gerade das Geneva Lake Festival stattfindet, ist an Ruhe nicht unbedingt zu denken. Dafür ist es toll, dass in der Stadt ganz viel los ist.

Empfang

Die Begrüßung fällt erwartet aufmerksam und zuvorkommend aus. Uns wird sofort angeboten, uns die Taschen abzunehmen und an der Reception des Le Richemond Geneva kümmert sich umgehend ein deutschsprachiger Angestellter um uns. Der Check-In verläuft professionell und schnell, und das, obwohl wir früher angereist sind. Die NZZ als Gratiszeitung für den nächsten Morgen ist auch bestellt und der freundliche Receptionist bringt uns aufs Zimmer, wo er uns auch noch die wichtigsten Funktionen erklärt. Zur Begrüßung im angenehm modern, aber dennoch elegant und traditionell gehaltenem Zimmer wartet noch ein süße Überraschung auf uns.

Zimmer und Roomservice

Im Zimmer ist alles da, was man braucht, das Boxspringbett ist bequem, der Härtegrad der Matratze perfekt. Das Badezimmer ist in hellem Marmor gehalten, mit separater Wanne und Dusche. Dazu gibt es Pflegeprodukte von L’Occitane de la Provence. Ich sage ja immer, dass man die Qualität eines Hotels an den Handtüchern erkennt: Hier sind sie dick und flauschig sowie makellos sauber.

Die Minibar ist bestens ausgestattet, leider lassen einem die Schweizer Preise den Appetit vergehen.

Der Roomservice ist diskret und lässt keine Wünsche offen. Am Abend wird das Zimmer verdunkelt, werden Hausschuhe, Wäschebeutel für den Laundry Service, Menükarte fürs Frühstück bereit gelegt und die Produkte im Badezimmer sofort wieder aufgefüllt. Auch die Zeitung hängt wunschgemäss am Morgen am Türknauf. Dass das Zimmer penibel sauber ist, versteht sich von selbst.

Spa und Fitness

Da auf den Schweizer Sommer nicht unbedingt Verlass ist, habe ich bewusst ein Hotel mit Wellnessbereich gebucht. Das schöne Sommerwetter und das Geneva Lake Festival halten uns aber letztendlich davon ab, Spa und Fitnessraum überhaupt zu nutzen. Deshalb kann ich hier keine Beurteilung abgeben.

Frühstück

Das Frühstück nehmen wir auf der Terrasse ein. Wir werden freundlich empfangen und schnell bedient. Einen kleinen Plausch gibt es auch dazu. Insgesamt bleibt das Frühstücksangebot etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Aber hier enttäuschen viele Schweizer Hotels. Das Buffet ist schön angerichtet und grundsätzlich ist auch alles vorhanden, was man braucht. Verglichen mit Häusern im Ausland, sogar denjenigen einer niedrigeren Sternekategorie, besteht aber durchaus noch Potenzial nach oben. Leider ist auch der Kaffee etwas dünn. Der anfangs aufmerksame Service lässt im weiteren Verlauf ein wenig zu wünschen übrig, so stapeln sich unsere benutzen Teller fast eine Stunde lang am Tisch, bis sie abgeräumt werden.

24 Stunden in Genf (relativ kulturlos)

Wie sagt man so schön? Der Weg ist das Ziel. Die Anreise von Bern nach Genf per Zug ist ein Stück Weg, auf den das sicherlich zutrifft. Insbesondere die Fahrt durch die Rebberge, die Terrasses de Lavaux, mit der wunderschönen Aussicht auf den Genfersee ist bereits ein absolutes Highlight.

Bisher habe ich Genf immer nur ausschließlich beruflich besucht und im besten Fall kurz Zeit gefunden, an den See zu gehen, ein wenig durch die Einkaufsstraßen zu bummeln oder ein Museum zu besuchen. An Genf mag ich, dass es eine so internationale Stadt ist und man sich ein bisschen wie im Ausland fühlt, obwohl man immer noch in der Schweiz ist. Und wie ihr wisst, habe ich eine Vorliebe für Städte am Wasser.

Am und um den See

So starten wir unsere 24 Stunden in Genf auch am Wasser, am Quai du Mont-Blanc. Von hier aus hat man auch einen ausgezeichneten Blick auf den berühmten Jet d’Eau, der pro Sekunde 500 Liter Seewasser mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h in eine Höhe von bis zu 140 Metern schießt. Das heiße Sommerwetter lädt zu einem Spaziergang ein. Über die Pont du Mont-Blanc schlendern wir zum Jardin Anglais mit der L’Horloge Fleurie und wandern weiter bis zum Baby-Plage. Ins Wasser zieht es uns allerdings nicht. Dafür besteigen wir bei der Anlegestelle am Jardin Anglais eines der Rundfahrtsschiffe.

Die CGN wirbt mit dem Slogan «Alle Schönheiten des Hafenbeckens in weniger als einer Stunde!». Die Fahrt ist uneingeschränkt zu empfehlen, vernünftiger Preis, Bedienung am Oberdeck, Ausblick auf den Jet d’Eau und die vielen Villen und Monumente entlang des Ufers. Besonders schön finde ich die beschneiten Berggipfel im Hintergrund.

Am Abend gönnen wir uns ein vegetarisches Dinner im La Caravane Passe, das ganz in der Nähe des Hotels liegt. Danach stürzen wir uns ins Getümmel des Geneva Lake Festivals und bestaunen noch die mobile Wassershow am See.

Altstadt und Shopping

Nach einem wirklich ausgiebigen Frühstück starten wir am nächsten Morgen Richtung Altstadt. Diesmal wählen wir den Weg vorbei am Hotel Four Seasons Hotel und die Pont de Bergues mit der Île Rousseau. Von dort aus geht es durch die Rues Basses, die unteren Straßen, zum Place de la Madleine und Longemalle. Unterwegs machen wir natürlich noch mehrere Abstecher in die vielen malerischen Gassen der Altstadt und werfen eine Blick in die Schaufenster der Edelboutiquen an der Rue du Rhône. Hier in der schicksten Einkaufsstraße, wo internationale Nobelmarken (Cariter, Armani, Bulgari, Gubelin, Chanel, Givenchy, Gucci und Dior) sich um die beste Lage streiten, ist alles penibel sauber und es geht sehr exklusiv zu und her.

Nach exakt 24 Stunden geht es wieder zurück. Insgesamt war es ein sehr angenehmer Aufenthalt in Genf und ich möchte mich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei Invited by Geneva und dem Le Richmond für diese einzigartige Gelegenheit und die Gastfreundschaft bedanken.

Genf Jet d'eau

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